| G wie Gehernkästl - Dos sollte su manchr eischoltn | [Übersicht] [Neues Stichwort] | | Das schriftdeutsche "g" bleibt vor allem immer dann, wenn die Vorsilbe "ge" gebraucht wird. Ansonsten wird innerhalb und am Ende von Wörtern "g" häufig zu "ch": "Zeich" (Zeug), Sach (Säge), Jachr (Jäger), heilich (heilig); aber auch zu "k": "gieh wak" (geh weg), "dr Taak" (Teig). In Verbindung mit "-n" wird "gen" wie auch "chen" zu dem Nasal "ng": "Zeing" (Zeichen), "zeing" (zeigen), "machng" (machen). In der Endung "-l" wird in "gel" mitunter auch das "g" weggelassen und der Vokal gedehnt: "Nahl" (Nagel). Auf der anderen Seite wird der im schriftdeutschen verwendete Nasal "ng" eher wie "nk" gesprochen: "enk" (eng). Wörter die mit "j" beginnen, werden teilweise auch zu "g": "gung" (jung), "gauksn" (jauchzen). |
| | De Gaachr ham ne Wildsau geschossn. ... Die Jäger haben ein Wildschwein geschossen. |
| | Mei Nachbar is e Scharzngaachr. ... Mein Nachbar ist ein Schürzenjäger. |
| | Mr sei hier of dr Arbett, net of dr Gaacht. ... Wir sind hier auf der Arbeit, nicht auf der Jagd. |
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Gaad, de |
Freude, freudige Aufregung [wörtlich: Geude] |
| | vor lautr Gaad in de Heh gehuppt ... vor Freude hochgesprungen |
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gaafern |
geifern; Speichel fließt aus dem Mund; gehässige, wütende Worte ausstoßen <Verb> |
| | ... wenn dar besoffn is, do gaafert dar esu, su ne Sauerei. ... ... wenn er betrunken ist, dann geifert er so, so eine Schweinerei. |
| | Vur Arschr hot die wiedr rimgegaafert ... ... Vor Ärger hat sie wieder herumgegeifert ... |
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gaakln |
zündeln, mit Feuer spielen [wörtlich: gäukeln] <Verb> |
| | Ihr sollt doch net gaakln! ... Ihr sollt doch nicht mit dem Feuer spielen! |
| | Wenn die mit ihrn gaaln Auto kimmt, denk iech, de Post kimmt. ... Wenn die mit ihrem gelben Auto kommt, denke ich, die Post kommt. |
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gaam |
geben, reichen <Verb> |
| | Mir gaam nischt! ... Wir geben nichts! |
| | Gaatn kaa dar net, dar ruppt de Pflänzln raus un lässt is Ukraut stiehe. ... Jäten kann der nicht, der reißt die Pflänzchen heraus und lässt das Unkraut stehen. |
| | Wann de Gack passt, dar zieht se siech a. ... Wem die Jacke passt, der zieht sie sich an. (Sprichwort) |
| | Su gäängs schu. ... So ginge es schon. |
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Gäns, de |
Gänse, Federvieh; eingebildete Frauen oder Mädchen |
| | Guck dr ner die eigebildn Gäns aa. ... Sieh dir nur diese eingebildeten Gänse an. |
| | net ze gahling im de Kurv lenkn ... die Kurve nicht zu scharf nehmen |
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gahne |
gähnen; 1. Müdigkeit, weit offener Mund; 2. sich auftuender Agbrund <Verb> |
| | Bei dan Preisn musstn mor arscht mol gahne, do stand dr Mund weit auf. ... Bei diesen Preisen mussten wir erst mal gähnen, da stand der Mund weit auf. |
| | Uff dar Stroß gahnt itze e grußes Loch, do war e Schacht eigebrochn. ... Auf der Straße gähnt jetzt ein großes Loch, dort wat ein Schacht eingebrochen. |
| | Gahr ver Gahr giehts zun Advent... ... Jahr für Jahr geht's zum Advent... |
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gahraus, gahrei |
jahraus, jahrein (jedes Jahr in der gleichen Weise ohne Abwechslung) |
| | Dos hom mir gahrei gahraus su gemacht. ... Das haben wir jahrein, jahraus (schon immer) so gemacht. |
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gahraus; gahrei |
jahraus, jahrein (jedes Jahr in der gleichen Weise ohne Abwechslung) |
| | Dos hom mir gahrei gahraus su gemacht. ... Das haben wir jahrein, jahraus (schon immer) so gemacht. |
| | Mir machn dos schu gahrlang esu. ... Wir machen das schon jahrelang so. |
| | Dar Gahrmert is in varzn Togn. ... Der Jahrmarkt ist in vierzehn Tagen. |
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gakig |
hell, blass; krank aussehend |
| | Deine Gripp is noch net wag, sist noch ewing gakig aus. ... Deine Grippe ist noch nicht weg, du siehst noch etwas blass aus. |
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gakln |
stochern, stechen, stoßen mit einem Stock <Verb> |
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gakn |
hervorschauen von Kleidungsstücken; verknittern <Verb> |
| | dei Unnerhemd gakt vir ... dein Unterhemd hängt heraus |
| | Wesste, dei Kläd tut e bill gakn. ... Weißt du, dass dein Kleid komische Falten schlägt? |
| | Gald is net olles! ... Geld ist nicht alles! |
| | ... itze liescht meine Galdbarsch dorham ... ... ... jetzt liegt meine Geldbörse zu hause ... |
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galle? |
gelle? gelt? nicht wahr? [aus dem Süddeutschen, Österreichischen] |
| | Dos stimmt doch, galle? ... Das stimmt doch, nicht wahr? |
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Gammr, dr |
Jammer; Wehklage; mitleiderregender, beklagenswerter Zustand |
| | ... dos neie Auto, su e Gammr! ... ... das neue Auto, so ein Jammer! |
| | Dar Gammr nitzt gar nischt, sei fruh, dass de noch labst. ... Das Wehklagen nützt gar nichts, sei froh, dass du noch lebst. |
| | Se hams su gewullt, nu gammrn se rim. ... Sie haben es so gewollt, nun jammern sie herum. (nach einer Wahl) |
| | Wie giehts dee? - Gestern isses noch gange. ... Wie geht es denn? - Gestern ist es noch gegangen. |
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gang un gebe |
gang und gäbe sein (allgemein üblich, gebräuchlich sein) |
| | Bei eich is dos gang un gebe, bei uns abr net! ... Bei euch mag das so üblich sein, bei uns aber nicht! |
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gapsn |
nach Luft ringen, Atem holen, keuchen [wörtlich: japsen] <Verb> |
| | Ersch renne se wie bleed, nu gapsn se. ... Erst rennen sie wie blöde, nun ringen sie nach Luft. |
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Garkl, is |
das Gürkchen, kleine Gurke |
| | Dos eene Garkl macht nu net dick. ... Das eine Gürkchen macht nun nicht dick. |
| | De Garlandn sei ze kurz. ... Die Girlanden sind zu kurz. |
| | Iech tät itze garn e Bier trinkn. ... Ich würde jetzt gern ein Bier trinken. |
| | Riecht dos wie Gauch oder wie Katznsech? ... Riecht das wie Jauche oder wie der böhmische Wind? |
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gaucksn1 |
jammern, wehklagen (bei Schmerzen) [wörtlich: jauchzen] <Verb> |
| | gauks net su rim ... jammere nicht herum |
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Gaucksn2, is |
lauter Gesang, Geschrei |
| | S war kä Gesang, s war blus e Gaucksn. ... Es war kein Gesang, es war nur ein Geschrei. |
| | Ee Gaucksr, dann war Ruh. ... Ein Schrei, dann war Ruhe. |
| | Gauf! Lang net gesah. ... Grüß Dich! Lange nicht gesehen. |
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Gaungstackn, dr |
Bezeichnung für einen langen, dünnen Menschen [wörtlich: Jauchestecken] |
| | Dar Azuch is schu zweemol geännert. ... Der Anzug wurde schon zweimal geändert. |
| | Du hast diech abr gar net geännert. ... Du hast dich aber gar nicht geändert. |
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Gebaurich |
Bauwerk, welches nicht gerade fachgerecht errichtet wurde |
| | ... nut hattr an seine Schupp noch su e Gebaurich nageklitscht. ... Nun hat er an seinen Schuppen noch so ein komisches Bauwerk angesetzt. |
| | Viele sei fort, mir sei gebliem. ... Viele sind fortgegangen, wir sind geblieben. |
| | Iech hob bei ner Auktschon miet gebutn. ... Ich habe bei einer Auktion mitgeboten. |
| | Tu de Hiehnr net su gechn, sist leeng se kaane Eir. ... Jag die Hühner nicht so, sonst legen sie keine Eier. |
| | Dar is abr heit gedeecht. ... Der ist aber heute traurig (niedergeschlagen). |
| | Mit Stroof hamm se gedruht. ... Mit Strafe haben sie gedroht. |
| | Unnre Geengd is schie! ... Unsere Gegend ist schön! |
| | Dar hot mir grod nuch gefaahlt. ... Der hat mir gerade noch gefehlt. (Auf den habe ich gerade gewartet.) |
| | Iech hob miech net gefarscht, abr aanerlaa war morsch aa net. ... Ich habe mich nicht gefürchtet, aber gleichgültig war es mir auch nicht. |
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Gefitz, is |
Durcheinander; Fadengewirr (siehe auch ↗Fitz) |
| | Dos Gefitz kaste waghaa ... oder salbr ausfitzn. ... Das Fadendurcheinander kannst du wegwerfen ... oder selbst entwirren. |
| | Dos war mol e Knaul, itze haste bluß noch Gefitz. ... Das war mal ein Knaul, jetzt hast du nur noch ein Durcheinander. |
| | ... haste zewngstn schemand gefrecht? ... ... hast du wenigstens jemand gefragt? |
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Gefuck, is |
Gruppe von Menschen, die verachtet oder abgelehnt wird |
| | Loss diech net mit dan Gefuck ei. ... Lass dich nicht mit diesen schlechten Leuten ein. |
| | Die zwee hamm siech gesucht un gefunne. ... Die zwei haben sich gesucht und gefunden. |
| | E Bekanntr hot itze Zeich gefunne, dos hattn annre noch gar net vrlorn. ... Ein Bekannter hat jetzt Zeug gefunden, das hatten andere noch gar nicht verloren. |
| | Is ward agepackt, net gegammert. ... Es wird angepackt, nicht gejammert. |
| | Gegammert ward in ganz Deitschland, dodrbei muss mor bluß iebrn Tallerrand guckn ... ... Gejammert wird in ganz Deutschland, dabei sollte man bloß mal über den Tellerrand gucken ... |
| | Iech hob arscht mol die Katz vom Asstisch gegecht. ... Ich habe erst mal die Katze vom Esstisch gejagd. |
| | Is tät ne Aazeich gegne laafn. ... Gegen ihn würde eine Anzeige laufen. |
| | ... die sei gegnenannr esu mistig. ... ... die sind gegeneinander so schlecht. |
| | Iech hob diech net gegungst. ... Ich hab dich nicht gestoßen. |
| | Ar is vellich gehaalt. ... Er ist völlig geheilt. |
| | Wesste net, wie dar gehaaßn hot? ... Weißt du nicht, wie er geheißen hat? |
| | Wann gehärn dee die Schuh? ... Wem gehören denn die Schuhe? |
| | Die Melledie hob iech schu mol gehärt. ... Diese Melodie habe ich schon mal gehört. |
| | Haste deine Ardäppln schu ageheiflt? ... Hast du deine Kartoffeln schon angehäufelt? |
| | der hot alles annere, ner ka Gehern in Kopp ... dumm sein [intelligenz] |
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Gehernkastl, is |
Kopf (meist in Bezug aufs den Verstand, Intelligenz) [kopf] |
| | der hots Ghernkastl drfrorn ... dumm sein; Gehirn erfroren haben [intelligenz] |
| | Ganz gehling kam dar im de Eck. ... Ganz plötzlich kam der um die Ecke. |
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Gehutsch, is (auch: Gesocksch) |
unordentliche Leute (Gesindel) |
| | Zearscht warn die suwos von Gehutsch, itze kaste nicht Schlachts meh saa. ... Zuerst waren die total unordentlich, jetzt kannst du nichts Schlechtes mehr sagen. |
| | De Geich is total vrstimmt. ... Die Geige ist total verstimmt. |
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geifrn |
schimpfen, aufregen {geifɔrn} |
| | Denkst du, iech bie gekaaft, dos is meine Määnung! ... Denkst du, ich sei gekauft, das ist meine Meinung! |
| | Schie geklonge hots net, s war abr schie laut. ... Schön geklungen hat es nicht, es war aber schön laut. |
| | Mir ham noch nischt gekricht ... ... Wir haben noch nichts gekriegt ... |
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gelaagn |
gelegen; liegen; in einem günstigen Augenblick [geschehend, eintretend]; zu jemandes Absichten passend |
| | Vornst hot dos Gald noch hier gelaagn. ... Vorhin hat das Geld noch hier gelegen. |
| | Dei Besuch kimmt mor ganz gelaagn. ... Dein Besuch kommt mit sehr gelegen. |
| | Kurz vur senn Tuud hattr nuch gelabbt. ... Kurz vor seinem Tod hat er noch gelebt. |
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Gelabr, is |
abwertend seichtes, einfältiges Gerede; Geschwätz; (siehe auch ↗Gelapp) |
| | Dos Gelabr här iech mr net längr a. ... Das Geschwätz höre ich mir nicht länger an. |
| | Su e Gelait dan ganzn Tog, wos war dee lus? ... So ein Geläute den ganzen Tag, was war denn los? |
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gelampr |
gelenkig, biegsam, geschmeidig, beweglich, schnell, flink (auch gelamprich) |
| | Mach en Troppn Eel na, dass es wiedr gelampr werd. ... Mach einen Tropfen Öl ran, dass es wieder beweglich wird. |
| | Gelanghät macht Diebe ... oder Liebe? ... Gelegenheit macht Diebe ... oder Liebe? |
| | Bei schedr Gelanghät macht dar sei Fraa schlacht, dar soll mol uff siech aufpassn. ... Bei jeder Gelegenheit macht er seine Frau schlecht, der sollte mal auf sich aufpassen. |
| | Halt die am Gelannr aa! ... Halt dich am Geländer (Handlauf) an! |
| | Dos Gelapp hob iech schu hunnert Mol gehärt. ... Dieses dumme Geschwätz habe ich schon hundert Mal gehört. |
| | Haste schu is Blatt gelasn? ... Hast du schon die Zeitung gelesen? |
| | Nischt stimmt, olles Gelatsch. ... Nichts stimmt, das ist alles nur Gerede. |
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geleich |
in relativ kurzer Zeit, sofort, sehr bald |
| | geleich dornoch ... sofort danach |
| | Haste dan Droht schu gelett? ... Hast du den Draht schon gelötet? |
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Geln |
Gelenau, Ort im Erzgebirge |
| | Ihr seid wuhl geloffn? ... Ihr seid wohl gelaufen? |
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Gelump, is |
wertlose, alte, überflüssige Sachen; Plunder; Gruppe von Menschen (abwertend); Pack, Gesindel [wörtlich: Gelumpe] |
| | Dos Gelump braucht keenr meh. ... Den Plunder braucht keiner mehr. |
| | Musst du diech warklich mit dan Gelump abgahm? ... Musst du dich wirklich mit diesem Pack abgeben? |
| | Haste aa dan Zettl vun dr Gemaa gekricht? ... Hast du auch den Zettel von der Gemeinde gekriegt? |
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Gemäänhät, de |
Gemeinheit; gemeine Art; gemeine Handlung, Ausdrucksweise; Unerfreuliches, Ärgerliches |
| | Die saat dos bluß aus Gemäänhät. ... Die sagt das bloß aus Gemeinheit. |
| | Willste dir die Gemäänhätn warklich gefolln lossn? ... Willst du dir diese Gemeinheiten gefallen lassen? |
| | Haste dan Schodn schu gemald? ... Hast du den Schaden schon gemeldet? |
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Gemar, is |
Geschwätz (siehe auch ↗Gelabr, Gelapp); dummes märchenhaftes Gerede |
| | Dei Gemar hob iech soot. ... Deine Märchen habe ich satt. |
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Gemerks, is |
das Gedächtnis (sich etwas merken) |
| | Is Gemerks is aah net meh dos wies mol war. ... Das Gedächtnis ist auch nicht mehr das was es mal war. |
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Gemiet, is |
Gemüt; Gesamtheit der psychischen und geistigen Kräfte eines Menschen; geistig-seelisches Empfindungsvermögen; Empfänglichkeit für Gefühle erregende Eindrücke |
| | Dar Film war wos fiers Gemiet. ... Der Film war etwas fürs Gemüt, er ging zu Herzen. |
| | e Gemietsmensch ... ein gefühlvoller Mensch |
| | Dar hot e Gemiet wie e Fleeschrhund. ... Der hat ein Gemüt wie ein Fleischerhund (er hat keine Gefühle). |
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gemietlich |
gemütlich; angenehme, behagliche Atmosphäre; zwanglos gesellig,umgänglich, freundlich ungezwungen; |
| | enne gemietliche Wuhnung ... eine gemütliche Wohnung |
| | ... nu gieht dor gemietliche Teel lus ... ... ... nun beginnt der gemütliche Teil ... |
| | ... su e gemietliches Mannl ... ... ... so ein gemütlicher älterer Herr ... |
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gemol |
ehemals; einstmals, damals, früher <Adverb> |
| | Dar war gemol net miet. ... Der war damals nicht mit dabei. |
| | Gene kenn iech gar net. ... Jene kenne ich gar nicht. |
| | dar un genr ... der eine und der andere |
| | dos un gens ... dies und jenes |
| | Iech hob genuch gehärt. ... Ich habe genug gehört. |
| | S is genuch! ... Es reicht! |
| | Hier ward mor zewengstn arnst genumme. ... Hier wird man wenigstens ernst genommen. |
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Geplarr, is |
Geplärre; Geschrei (auch: wertloses Gerümpel) |
| | Wie hälste bluß dos Geplarr aus? ... Wie hälst du bloß das Geschrei (Geplärre) aus? |
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geracht |
gerecht; 1. dem geltenden Recht entsprechend, gemäß; …2. dem [allgemeinen] Empfinden von Gerechtigkeit, …3. bestimmten Ansprüchen, Gegebenheiten angepasst, genügend, … <Adjektiv> |
| | Mei Lehrer war streng aber geracht ... ... Mein Lehrer war streng aber gerecht ... |
| | Gerachtschkät is wos annersch. ... Gerechtigkeit ist etwas anderes. |
| | Mir wolltn Gerachtschkät un en Rachtsstaat hammr gekricht. ... Wir wollten Gerechtigkeit un einen Rechtsstaat haben wir bekommen. |
| | In Urlaub wärse uffn Kamel gerietn, un iech dacht, ihr Maa wär gar net miet gewasn. ... Im Urlaub wäre sie auf einem Kamel geritten, und ich dachte, ihr Mann wäre gar nicht mit gewesen. |
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gerommlt |
gepresst, gestopft, voll, übervoll [zu gerammelt] <Adv.> [mengen] |
| | Olles ward in de Husntasch gerommlt, wie sieht dee dos aus! ... Alles wird in die Hosentasche gestopft, wie sieht denn das aus! |
| | ... horch ner, wos sarmslt de esu? ... ... hör doch, was summt denn so? |
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Gescharr, is |
Geschirr; Gesamtheit der Gefäße und Geräte, die man zum Kochen und Essen benutzt; Riemenzeug für Zugtiere |
| | Dos Gescharr is abr nischt for de Mikrowell. ... Dieses Geschirr ist für die Mikrowelle untauglich. |
| | dan Pfaar is Gescharr alegn ... dem Pferd das Geschirr anlegen |
| | dar ward in sann Lahm net gescheitr ... schwer begreifen; wörtlich: der wird in seinem Leben nicht gescheiter [intelligenz] |
| | Dos is ne Gescheithät! ... Das ist ein Klugscheißer (Besserwisser)! |
| | Die Autos hom siech gegescht, bede Fahrer tut. ... Die Autos haben sich gejagd, beide Fahrer tot. |
| | Die Teel warn geschwaaßt. ... Die Teile werden geschweißt. |
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Gesocksch, is |
Gesocks; bestimmte Gruppe von Menschen, die als asozial, verbrecherisch o.ä. verachtet oder abgelehnt wird; Gesindel |
| | Mir dachtn, dos wär Gesocksch, dorwalde warn die ganz in Ordning. ... Wir dachten, es wäre Gesocks, dabei waren die ganz in Ordnung. |
| | In dan Wespnnast hätt iech net neigestarlt. ... In diesem Wespennest hätte ich nicht hinein gestochert. |
| | Beim Mausn sei se gesteert wurn. ... Beim Stehlen sind sie gestört worden. |
| | Die gestiehe nischt. ... Sie gestehen nichts. |
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Gestraich, is |
Gesträuch; Strauchwerk; Gebüsch |
| | Mir vorsteckn uns im Gestraich. ... Wir verstecken uns im Gebüsch. |
| | Iech hob Dingr gestreit. ... Ich habe Dünger gestreut. |
| | ... im suwos hamm mir uns noch nie gestrietn, mir streitn nur wagn Klaanigkätn. ... ... um soetwas haben wir uns noch nie gestritten, wir streiten uns nur wegen Kleinigkeiten. |
| | Is Radl hammse gestuhln. ... Das Fahrrad haben sie gestohlen. |
| | Is gibt viele Krankhätn abr bluß eene Gesundhät. ... Es gibt viele Krankheiten aber bloß eine Gesundheit. |
| | ... nischt hots getaacht ... ... es hat nichts getaugt |
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Geträd, is (Getraad) |
das Getreide |
| | Is Geträd (Getraad) stieht heir gut. ... Das Getreide steht in diesem Jahr gut. |
| | sich reigtraue ... sich getrauen hinzugehen |
| | Dar Hah hot bluß getroppt ... olles klitschenass. ... Der Wasserhahn hat nur getropft ... alles klitschnass. |
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getschieplt |
gefleckt (im Aussehen an Schuppen erinnernd) [wörtlich: geschuppt] <Adv.> [tiere] |
| | ene getschieplte Kuh ... eine gefleckte Kuh [tiere] |
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getschipprt |
geschuppt (kleinfleckig, kleingemustert, wie kleine Schuppen) |
| | Hast doch wiedr die alle getschipprte Hus aa. ... Du hast doch wieder die alte kleingemusterte Hose an. |
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Getu, is |
Getue; übertrieben, unecht wirkendes Verhalten; Gehabe |
| | Dar is drwagn in Ordnung ... bis uff sei saubledes Getu. ... Der ist eigentlich in Ordnung ... bis auf sei saublödes Getue. |
| | ... im die Zeit sei mir gewähnlich schu ze Bett. ... ... um diese Zeit schlafen wir gewöhnlich schon. |
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Gewelb, is |
Keller [wörtlich: Gewölbe] |
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Gewerch, is |
umständliches, beschwerliches, oft planloses Vorgehen bzw. Arbeiten; auch für unordentliche Kleidung. [wörtlich: Gewürge] |
| | ... su e Gewerch in dar Kerch... ... ... so ein Gedränge in der Kirche.. |
| | Gewiechteskließln ... Hackbällchen |
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gewieft |
sehr erfahren, schlau, gewitzt; jeden Vorteil sogleich erkennend und sich nicht übervorteilen lassend |
| | Dos is e gewieftes Kerlchen. ... Das ist ein schlaues Kerlchen. |
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gewuhnt |
gewohnt; 1. durch Gewohnheit üblich geworden; vertraut; bekannt; 2. wohnen, bleiben |
| | 1. Iech bie schwere Arbet gewuhnt. ... 1. Ich bin schwere Arbeit gewohnt. |
| | 2. Dar hot hier mol gewuhnt. ... 2. Der hat hier mal gewohnt. |
| | Dos ward an dr Kass gewung. ... Das wird an der Kasse gewogen. |
| | Iech hob dan Schlietn gezugn, in ganzn Barg nauf. ... Ich habe den Schlitten gezogen, den ganzen Berg hoch. |
| | Mr giehe sachte lus, dann sei mr aa fix do. ... Wir gehen langsam los, dann sind wir auch schnell da. |
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gieksn |
stechen, hineinstechen <Verb> |
| | For dos bill Gieksn brauchste kee su e grußes Pflastr. ... Für diese kleine Stichwunde brauchst du kein so großes Pflaster. |
| | de Gaugngill (zen Gauch scheppn) ... die Jauchenkelle (zum Jauche schöpfen) |
| | ... dos is unnre Gingste, abr de Gresste. ... ... das ist unsere Jüngste, aber die Größte. |
| | ... deins is zwar ginstsch, meins is noch ginstschor ... ... Was du gekauft hast ist zwar günstig, meins ist aber noch günstiger ... |
| | Wos solltste noch ... Blume gissn. ... Was solltest du noch ... Blumen gießen. |
| | Gissn ... net drseifn! ... Gießen ... nicht ersäufen! |
| | Iech denk du gist miet? ... Ich denke du gehst mit? |
| | Seit wann gitt dee die Uhr net meh? ... Seit wann geht denn die Uhr nicht mehr? |
| | Is gitt sein Gang, ... Es geht seinen Gang (wie besprochen). |
| | Warim glabbt ihr dee dos net? ... Warum glaubt ihr denn das nicht? |
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Glagg, de |
schmale Nut oder Schlitz, Lücke, Spalt |
| | Bei dar Glagg kaste ne Mitz dorchhaa. ... Bei dieser Lücke kannst du eine Mütze durchwerfen. |
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glam |
glauben <Verb> {glāṁ} |
| | dos kaste glam ... das kannst du glauben |
| | s gieht glei wettr ... es geht gleich weiter |
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Glick auf! |
Glück auf (Grußformel der Erzgebirger und Bergleute) |
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gnaaln |
ohne Appetit essen, im Essen stochern <Verb> |
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Gob, de |
Gabe; Geschenk; Spende; Anlage (ungewöhnliche Befähigung, Talent)) |
| | Schede Gob is richtsch. ... Jede Gabe ist richtig. |
| | Mr kaa viel larne, is gehärt aa bill ne Gob drzu. ... Man kann vieles lernen, es gehört aber auch Veranlagung dazu. |
| | Mit Massr un Gobl ward gassn! ... Wir essen mit Messer und Gabel! |
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Gogel, dr |
Sammler; Liebhaber im Sinne von Liebhaberei |
| | Viechgogel ... Tierliebhaber |
| | Dar Hund is dan an de Gorgl gange. ... Der Hund ist ihm an die Kehle gegangen. |
| | du bist gorschtich ... du bist böse |
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Goss, de |
Waschbecken, Waschtisch |
| | Mit deine Schmierpfutn haste de Goss eigesaut, nu abr räämachn. ... Mit dieser Schmiere an den Händen hast du das Waschbecken total verschmutzt, nun aber saubermachen. |
| | Kaa Wunner dass de Wäsch graa aussieht, wennr weißes un schwarzes Zeich zesamm wascht. ... Es ist kein Wunder, dass die Wäsche grau aussieht, wenn ihr weißes und schwarzes Zeug zusammen wascht. |
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Graamannl, is |
Graumännchen; eine der besonders in Sagen Nord- und Mitteldeutschlands vorkommenden, kleinen, grauen Spukgestalten |
| | Dar putzt siech a wie su e Graamannl, kenntst diech farchtn. ... Der putzt sich an wie eine Spukgestalt, vor dem könntest du dich fürchten. |
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Graatn, de |
die Gräten; 1. Fischgräten; 2. (salopp) Knochen |
| | de dinne, feine Graatn rauspopln ... die dünnen, feinen Gräten entfernen |
| | Bei dan Sturz kunntr siech sämtliche Graatn brachn. ... Bei dem Sturz konnte er sich sämtliche Knochen brechen. |
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grapschn |
hastig, gierig zugreifen <Verb> |
| | Brauchst net esu ze grapschn, is räächt schu for diech. ... Du bruchst nicht so gierig zuzugreifen, es reicht schon für dich. |
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greeln |
grölen, schreien <Verb> |
| | Wenn se su greeln, hom se sichr e Tor geschossn. ... Wenn sie so schreien, haben sie sicher ein Tor geschossen. |
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greilich |
gräulich; grau gefärbt; überaus unangenehm, sehr übel, schlecht; fürchterlich |
| | Dar sieht abr greilich in Gesicht. ... Der sieht aber blass aus. |
| | e greiliches Vrbrachn ... ein furchtbares Verbrechen |
| | Warim hot dr Farschtr griene Husntrachr? ( ...dass de Hus net rutscht!) ... Warum hat der Förster grüne Hosenträger? ( ... dass die Hose nicht rutscht!) |
| | Mor missn aa nuch Griens huln. ... Wir müssen auch noch Gras holen. |
| | Is Griezeich missmor noch gissn. ... Das Gemüsebeet müssen wir noch gießen. |

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Griffel, de |
die Finger, die Hand <Mehrzahlwort> |
| | Nam deine Wichsgriffel wag! ... Nimm deine Hand weg! |
| | S war su traurig, die hom alle gegrinst, aa de Mannr. ... Es war so traurig, die haben alle geweint, auch die Männer. |
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grinsn2 |
verschmitzt, verstohlen od. schadenfroh lachen <Verb> |
| | Du hattst schu racht, brauchst net nuch su ze grinsn. ... Du hattest schon recht, du brauchst nicht noch so schadensfroh zu lachen. |
| | Manche kenne net mol meh grissn. ... Manche können nicht mal grüßen. |
| | Dar schauflt sei eichnes Grob. ... Der schaufelt sein eigenes Grab. (Er tut sich selbst keinen Gefallen.) |
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grod |
gerade; eben; soeben <Adv.> |
| | grod aus, grod hie ... gerade aus, gerade hin |
| | grod su ... gerade so |
| | Dar is grodlinig. ... Der lässt sich nicht verbiegen, der bleibt bei seiner Überzeugung. |
| | Horch richtsch drauf, grod hob iechs gesaht. ... Hör richtig zu, gerade habe ich es gesagt. |
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grodstieh; eistieh |
geradestehen; einstehen; für etwas, jemanden die Verantwortung übernehmen <Verb> |
| | For dan Schodn musste grodstieh. ... Für den Schaden musst du die Verantwortung übernehmen. |
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Grohm, dr |
der Graben {dɔr Grōṁ} |
| | Se sei nei in Grom gefahrn. ... Sie sind in den Graben gefahren. |
| | Nu latschn die dorch dos huche Gros... ... Nun laufen sie auch noch durch das hohe Gras ... |
| | De Schof grosn de Wies ab un iech brauch kenn Mäher. ... Die Schafe grasen die Wiese ab und ich brauche keinen Mäher. |
| | Dos is ze grub geschnietn. ... Das ist zu grob geschnitten. |
| | Dr Kurt is gruß, dr Max is gressr un dr Paul is am gresstn. ... Kurt ist groß, Max ist größer und Paul ist am größten. |
| | Gut is dos net, nee, dos is grußartsch! ... Gut ist das nicht, nein, das ist großartig! |
| | Grußmachtiges Elend! (Olles is schief gange.) ... Großmächtiges Elend! (Es ist alles verkehrt gegangen.) |
| | Was möchten Sie bitte? - Nischt, mir guggn bluß! ... Was möchten Sie bitte? - Nichts, wir schauen bloß! |
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Guhgl |
Google (Suchmaschine im Internet) |
| | Mit Guhgl findste olles! (Mei Schlissl is abr immr noch wag.) ... Mit Google findest du alles! (Mein Schlüssel ist aber immer noch verschwunden.) |
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Gumfr, de |
die Jungfer; noch nicht verheiratete, unschuldige Frau |
| | Gumfr - wess morsch genau? ... Weiß man es genau? |
| | Nacksche Gumfrn in Drebach ... do bliehe de Krokussln. ... Nackte Jungfern in Drebach ... das ist die Krokusblüte. |
| | <dr Gung, de Gunge> ... der Junge, die Jungen |
| | De Gunge sei mitn Op in Wald. ... Die Jungen sind mit dem Opa in den Wald gegangen. |
| | <gung; gingr; am gingstn> ... jung; jünger; am jüngsten |
| | Gung un Alt passn net zamm, bei uns abr schu. ... Jung und Alt passen nicht zusammen, bei uns aber schon. |
| | Wenn die wiedr su gungsn, do saa iech abr mol wos. ... Wenn die wieder so stoßen, da sage ich aber mal etwas. |
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Gunks, dr |
Anstoß; Schubs; Stoß |
| | Von dan Gunks hob iech en blauen Flack. ... Von diesem Stoß habe ich einen blauen Fleck. (ein Hämatom) |
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gurkn |
gurken; unregelmäßig, langsam fahren <Verb> |
| | Die gurkn uff dr Stroß rim un halln en ganzn Vrkehr auf. ... Die fahren so blöd auf der Straße und halten den gesamten Verkehr auf. |
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gurksn |
gurgeln; aufstoßen (im Bauch, in Wasseranlagen) <Verb> |
| | Wos tot dee in dr Goss esu gurksn? ... Was hat denn im Waschbecken so gegurgelt? |
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Gusch, de |
Mund, beleidigte Reaktion zeigen (abfällig) |
| | Doo brauchste gar nich su'ne Gusch machen/eizehänge! ... Du brauchst jetzt nicht beleidigt zu sein! [gehabe] |
| | Mach de Gusch auf! ... Sag doch etwas! [gehabe] |
| | Hall de Gusch, wenn de mit mir redtst! ... Sei still, wenn ich mit dir spreche! |
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Gust, dr |
eigenartiger, unbekannter Mann; komischer Mensch |
| | War war dee dos? Su e Gust von dr Vrsichrung. ... Wer war denn das? So ein Mann von der Versicherung. |
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Gutguschl, is |
Feinschmecker (oft verwendet, wenn Kindern ihr Essen sehr gut schmeckt) |
| | Stell dein Gutntogstackn in de Eck un setz diech erscht mol. ... Stell deinen Spazierstock in die Ecke und setz dich erst mal. |
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Guttsackr, dr |
Friedhof [wörtlich: Gottesacker] |
| | Dar sieht ja guttserbarmlich aus! ... Der sieht ja sehr schlecht aus! |
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