Das erzgebirgische Wort "gahne"



gähnen; 1. Müdigkeit, weit offener Mund; 2. sich auftuender Agbrund <Verb>
Bei dan Preisn musstn mor arscht mol gahne, do stand dr Mund weit auf. ... Bei diesen Preisen mussten wir erst mal gähnen, da stand der Mund weit auf.
Uff dar Stroß gahnt itze e grußes Loch, do war e Schacht eigebrochn. ... Auf der Straße gähnt jetzt ein großes Loch, dort wat ein Schacht eingebrochen.



Weitere erzgebirgische Wörter:


fremd, nicht ansässig [zu nicht hiesig, unhiesig; Subst. Uhiesschr] <Adj.>
Die Leit warn uhiessch. ... Die Leute waren nicht aus dem Ort.

herunter; herunter- (Vorsilbe) [vorsilben]
Fliech net runner! ... Fall nicht runter!

Fald, is
Feld <)) [besitzessenpflanzen]
S warn vu uns bluß 9 Spielr uffn Fald. ... Von uns waren nur 9 Spieler auf dem Spielfeld.
De Fischur stand uffn folschn Fald. ... Die Figur stand auf dem falschen Feld.

Hackstock; schüchtener, steifer Mensch
<dr Hackstock, de Hacksteck>
mit dr Zeit bliehe Hacksteck ... über alles wächst irgendwann Gras (Sprichtwort)

Ast2, dr <))
Rücken oder auch Verkrümmung desselben (Buckel)
iech lach mir en Ast ... ich lach mich krumm und bucklig

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