| | Nischt sah, nischt härn, nischt saa. ... Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. (drei Affen) |
| | Dozu saa iech nischt. ... Dazu sage ich nichts. |
| | Saach dan darrn Baam im. ... Säge den dürren Baum um. (Fälle den dürren Baum.) |
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Saachr, dr |
Standuhr {Sēchɔr} {Sāchɔr} |
| | dr Saachr hot geschlah ... die Uhr hat geschlagen |
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Saachwams |
Ameise; auch: Stechmücke, Bremse [wörtlich: Seichameise] {Sechams} |
| | saachameisln ... jucken, kribbeln <Verb> |
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Saaf, de (auch: de Sääf) |
die Seife |
| | Namm Saaf zen Händwaschn. ... Nimm Seife zum Hände waschen. |
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Saam, dr |
der Saum, umgeschlagener und angenähter Stoffrand, Rand einer Fläche |
| | An Saam stinne de starkstn Fichtn, dos sei de Randfichtn. ... Am Waldrand stehen die stärksten Fichten, das sind die Randfichten. |
| | Bei denn Klaad is dr Saam ausgefranst. ... Bei deinem Kleid ist der Saum ausgefranst. |
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saang |
1. urinieren, pinkeln; 2. sägen [wörtlich: sechen] <Verb> |
| | Iech gieh saang. ... Ich gehe pinkeln. |
| | Dan Haufm Hulz missn mr nuch saang. ... Diesen Haufen Holz müssen wir noch sägen. |
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saats |
sagte, sagte es, sagt es! <Verb> |
| | Wart, dar saats schie noch. ... Warte, er sagt es schon noch. |
| | Saats glei, dassr kaane Lust habt. ... Sagt es gleich, dass ihr keine Lust habt. |
| | En Nussknacker sei Sabl is wag! ... Dem Nussknacker sei Säbel ist weg! |
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sachte |
langsam, vorsichtig, sacht |
| | Mach fei sachte! ... Mach langsam! |
| | ... wie sachziggahrig siste noch net aus ... ... wie sechzigjährig siehst du noch nicht aus |
| | Dos Sääl is ze lang. ... Das Seil ist zu lang. |
| | Arzgebargsch is ke Sächssch ... Erzgebirgisch ist kein Sächsisch |
| | Mit Brill sah iech itze bessr. ... Mit Brille kann ich jetzt besser sehen. |
| | Nu sah mol a! ... Nun sieh mal an! |
| | Dos soch mor abr noch net, dasse schwanger is. ... Das sah man aber noch nicht, dass sie schwanger ist. |
| | ... dar konnt net salberscht komme ... ... ... er konnte nicht selber kommen ... |
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Samml, de |
Semmel, Brötchen |
| | E Radl Worscht zu dar Samml wär net schlacht. ... Eine Scheibe Wurst zur Semmel wäre nicht schlecht. |
| | Sammldaamisch ... Scherzhaft für Bäcker |
| | ... Sammlbrut passt bessr dorzu ... ... ... Semmelbrot passt besser dazu ... |
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samst |
samt, zusammen mit; nebst |
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sappm |
gemächlich gehen; nicht auf den Weg achten <Verb> |
| | Itze sappm die aa noch in die Hundescheiße. ... Jetzt laufen die auch noch surch den Hundekot. |
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Sarmsl, de |
aufdringliches Fluginsekt (Brummer) |
| | Nu habtr wiedr su ne Sarmsl reigelossn ... ... Nun habt ihe wieder so einen Brummer hereingelassen. ... |
| | ... satt haar, su giehts ... ... ... seht her, so geht es ... |
| | Satt hie, su giehts! ... Seht hin, so geht es! |
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Saubaa, Saubee |
Eisbein (Gericht) |
| | Gesund is Saubaa net grod, s schmeckt abr. ... Gesund ist Eisbein nicht gerade, es schmeckt aber. |
| | Gesund is Saubaa net grod, s schmeckt abr. ... Gesund ist Eisbein nicht gerade, es schmeckt aber. |
|
saufm |
saufen; gierig trinken; Tiere saufen |
| | De Ziesch will net saufm. ... Die Ziege will nicht saufen. |
| | Heit saufm mr en. ... Heute trinken wir einen. |
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saukolt |
sehr kalt, so dass man friert  |
| | Deine Schaar schnedt abr net. ... Deine Schere schneidet aber nicht. |
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Schachtr, de |
Bergleute; Leute vom Schacht |
| | Mei Nachbar war aa Schachtr. ... Mein Nachbar hat auch im Schacht gearbeitet. |
| | Dei Schackett willste wuhl net mietnamme? ... Dein Jackett willst du wohl nicht mitnehmen? |
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schame |
schämen, sich; Scham empfinden <Verb> |
| | Iech täät miech schame! ... Ich würde mich schämen! |
| | Scham diech! ... Schäm dich! |
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Scharbl, is |
die Scherbe (kleine flache Pfanne, Topf) |
| | Fier de Eischneidr nimmste is klaane Scharbl. ... Für die Bratkartoffeln nimmst du das kleine Pfännchen. |
| | Namm en Scharm miet, es soll reenge. ... Nimm einen Schirm mit, es soll regnen. |
| | heit brummt mir dr Schedl ... starke Kopfschmerzen haben, einen Kater haben [befinden] |
| | Su wos wess schedr. ... So etwas weiß jeder. |
| | Su ne harte Schol, do scheeln mor de Barn liebr. ... So eine harte Schale, da schälen wir die Birnen lieber. |
| | <scheen; schennr od. schinnr; am schennstn> |
| | Heit is scheen, heit gieh mr barbsch. ... Heute ist es schön, heute gehen wir barfuß. |
| | Heier hammr genuch Hei in dr Schei. ... In diesem Jahr haben wir genügend Heu in der Scheune. |
| | Dar frisst wie e Scheidraschr. ... ... hoffentlich bekommst du den satt. |
| | Dar Hagel hot de Scheim zrschlaa. ... Der Hagel hat die Scheiben zerschlagen. |
| | Do hastes wiedr mol gesah, wos dos for e Scheißbasn is. ... Da hast du wieder mal gesehen, wie schlecht der (die) ist. |
| | Du wesst en Scheißdrack! ... Du weißt gar nichts, du kannst da nicht mitreden! |
| | Is dar immr su freindlich? - Du meenst scheißfreindlich! ... Ist der immer so übertrieben freundlich? |
| | Dos schmeckt scheißlich, wenn de statt Zuckr Salz nimmst. ... Das schmeckt scheußlich, wenn du statt Zucker Salz nimmst. |
| | Kenntst noch paar Scheitl drauflegn. ... Du könntest noch ein paar Scheite nachlegen. |
|
schekern |
schäkern; scherzen, neckend flirten |
| | Kaa hier mol schemand de Tier aufhalln? ... Kann hier mal jemand die Tür offenhalten? |
| | Die Mäd warn immer schener (schennr) un mir immer illr. ... Die Mädchen werden immer schöner und wir immer älter. |
| | kenn schennrn Baam gibts als en Vugelbeerbaam ... keinen schöneren Baum gibt es als den Vogelbeerbaum (Volkslied) |
| | Bei Huchwassr in Kallr musstn mor friehr scheppn, itze hammr ne Pump. ... Bei Hochwasser im Keller mussten wir früher schöpfen, jetzt haben wir eine Pumpe. |
|
Scherbl, is |
kleine flache Pfanne, Topf (Scherbe) |
| | Wos iebrig is, dos tuste ins Scherbl. ... Was übrig ist, das tust du in die kleine Pfanne. |
| | Unnr Scheurhadr heest wuannersch "Aufnehmer". ... Unser Scheuertuch heißt anderswo "Aufnehmer". |
| | Nee danke, iech hob schie gassn. ... Nein danke, ich habe schon gegessen. |
| | S kennt su schie sei. ... Es könnte so schön sein. |
| | Dr Schiedsr hot wiedr wos zammgepfiffn. ... Der Schiedsrichter hat nichts gesehen. |
| | Dr Schiefrdeckr macht bei uns neie Schindln drauf. ... Der Dachdecker macht auf unser Haus neue Schindeln drauf. |
| | Seit wann schieglst dee du? ... Seit wann schielst denn du? |
| | Iech schiegl gor net, dos is de Sonn. ... Ich schiele gar nicht, das ist die Sonne. |
| | Seit dr Schulzeit schiegl iech. ... Seit der Schulzeit schiele ich. |
| | die is schindlderr [gestalt] |
| | Die is schindlderr, wall se mit ollr Gewalt onamme wollt. ... Die ist so sehr dünn geworden, weil sie mit aller Gewalt abnehmen wollte. |
|
schinnern |
schinden, schuften, schwer arbeiten <Verb> |
| | Dar hot siech sei Lahm lang gschinnrt. ... Der hat sein ganzes Leben geschuftet. [arbeit] |
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Schirml, is |
kleine Pfanne; Topf mit 2 Griffen |
| | Die schissn dan Ball schu noch ins Fanstr. ... Die schießen den Ball schon noch ins Fenster. |
| | alles zammschittn ... alles zusammenschütten |
| | <dr Schlaach, de Schleich> |
| | Olles ogebrannt! De Schleich warn ze kurz! ... Alles ist abgebrannt! Die Schläuche waren zu kurz! |
| | Dar Zuch hot dos Aoto fuftsch Meter mietgeschlaaft. ... Der Zug hat das Auto 50 Meter mitgeschleift. |
|
Schlaaz, dr |
der Schlitz (aufgeschlitzter Stoff) |
| | Dar Ast hot en Schlaaz ins Zelt gemacht. ... Der Ast hat einen Schltz in das Zelt gemacht.. |
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Schlachloch, Schlachlächr |
das Schlagloch (früher fast nur in der DDR, heute gesamtdeutsches Phänomen) |
| | Dr Flick-Konzern ward ball de Schlachlächr zumachn. ... Der Straßendienst wird bald die Schlaglöcher ausbessern. |
| | Is letzte Bier war wiedr mol schlacht. ... Das letzte Bier war wieder mal schlecht. |
| | Seine Schlachtschkät wardr schu emol bießn. ... Seine Schlechtigkeit wird er schon einmal büßen. |
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Schläf, de; Schleef |
die Schleife |
| | Mach ne Schläf, die gieht lechtr wiedr auf. ... Mach eine Schleife, die geht leichter wieder zu öffnen. |
| | Schlarf net su mit deine Schuh! Heb de Fiss! ... Schlürf nicht so mit deinen Schuhen! Hebe die Füße! |
| | Trae, net schlarfn! ... Tragen, nicht schlürfen (hinterherziehen)! |
| | Dan pack iech an Schlawittl! ... jemanden am Schlafittchen nehmen, packen, fassen und für ein geringes Vergehen zur Rechenschaft ziehen |
| | Ruhig, dr Klaane schleeft. ... Seid leise, der Kleine schläft. |
|
Schleis, de |
die Schleuse, Wasserdurchlass |
| | Kallrschleis ... Kellerschleuse |
| | Schiffsschleis ... Schiffsschleuse |
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Schlem |
Schlema (Ort im Erzgebirge) |
| | of ehmol gobs en Schlenkrich ... auf einmal schleuderte es uns |
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Schlickl, is |
das Schlückchen, ein kleiner Schluck |
| | Is war bluß e klaanes Schlickl, Saufn gieht annersch. ... Es war nur ein kleines Schlückchen, Saufen geht anders. |
| | Is Brot ist noch schliefig ... Brot ist noch nicht ganz fertig gebacken |
| | schliefigr Kuchn ... Kuchen mit unausgebackenen Stellen |
| | Wie kaa mr dee mitn Schlietn iebr de Schanz fahrn? ... Wie kann man denn mit dem Schlitten über die Sprungschanze fahren? |
| | Hast de Schlippr vorkehrt rim a, s Braune noch außn. ... Du hast die Schlüpfer verkehrt an, das Braune nach außen. |
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Schlissl, dr |
der Schlüssel; 1. Gegenstand zum Öffnen und Schließen; 2. Mittel zum Erschließen de Zugangs oder Verständnisses |
| | Die gute Idee war dr Schlissl. ... Die gute Idee war der Schlüssel (zum Erfolg). |
| | Dar Schlissl passt doch net uf dan Schraumkopp. ... Dieser Maulschlüssel passt doch nicht auf den Schraubenkopf. |
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Schlitznziehr, dr |
Schraubenzieher [wörtlich: Schlitzschraubenzieher] |
| | Mitn Schlitznzieher drehste Schlitzschraum fest .. odr lus. ... Mit dem Schlitzschraubendreher drehst du Schlitzschrauben fest oder los. |
| | Sunntichs schlofmr immr lang. ... Sonntags schlafen wir immer lange. |
| | Wenn iech Kaffee trink, kaa iech net schlofm. ... Wenn ich Kaffee trinke, kann ich nicht schlafen. |
| | Bei mir isses imgedreht: Wenn iech schlof, kaa iech kenn Kaffee trinkn. ... Bei mir ist es umgekehrt: Wenn ich schlafe, kann ich keinen Kaffee trinken. |
| | ... e leichtr Schlogaafoll ... ... ... ein leichter Schlaganfall ... |
| | Harzschlog ... Herzinfarkt |
| | Senne Fraa redt in Schloof, betog saht se net viel. ... Seine Frau redet im Schlaf, tagsüber sagt sie nicht viel. |
| | Des tat schlosn, nu braung mr neie Pflanzn. ... Nach diesem Regegen brauchen wir nun neue Pflanzen. |
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Schmaar |
Schmer; schwabbeliges weiches Fett vom Schwein (wird häufig zu Schmalz verarbeitet) |
| | Schmaarbauch ... Schmerbauch (fettleibig) |
| | Dar is abr schmächtsch wurn. ... Der ist aber dünn geworden. |
| | Su ne gruße Schmarr, die musstn neehe. ... So eine große Wunde, sie mussten nähen. |
| | loss mol dan Schmatterlich naus ... lass mal den Schmetterling raus |
| | Nu schmaunkn se wiedr ne Woch. ... Nun sind sie wieder eine Woche beleidigt. |
|
Schmiech, de |
Gliedermessstab, Zollstock [wörtlich: Schmiege, zur Winkeleinstellung, die ähnlich einem Zollstock aufzuklappen geht] |
| | Itze brauch iech enne Schmiech. ... Jetzt brauche einen Gliedermessstab. |
| | Dos Geschmolchr schrebste nochmol! ... Das sieht nicht gut aus, das schreibst du nochmal. |
| | Schmooks dää? - Is ging. ... Hat es denn geschmeckt? - Es ging so. (Es gibt etwas Besseres.) |
| | du bist abr schmool wurn ... du bist aber schmal geworden (du hast aber abgenommen) |
| | De Schnackn hom in Sulat abgefrassn. ... Die Schnecken haben den Salat abgefressen. |
| | Mit dan Schnappmassr ward abr net ieberoll rimgeschnitzt. ... Mit dem Taschenmesser wird aber nicht überall herumgeschnitzt. |
| | Wos ward dee mit dan Langholz? - Schnauznhobl for Grußguschn. ... Was wird denn mit dem Langholz? - Mundharmonikas für Großmäuler |
| | An dein Schnauzr sieht mr, wos heit ze Mittich gob. ... An deinem Schnurrbart sieht man, was es heute zu Mittag gab. |
| | Dos Massr schnedt gor net! ... Das Messer schneidet gar nicht! |
| | Heit wolln mr Schneeschuh fahrn. ... Heute wollen wir Ski fahren. |
| | Im Arzgebirg lernste is Schneeschuhfahrn beizeitn. ... Im Erzgebirge lernst du das Skifahren schon recht zeitig. |
| | Härste net, wie dar schniebt? Schieb mol bissl. ... Hörst du nicht, wie er schnauft? Schieb mal etwas! |
|
Schnobl, dr |
Schnabel; (umgangssprachlich) Mund |
| | Mir sprachn su, wie uns dr Schnobl gewachsn is. ... Wir sprechen so, wie uns der Schnabel gewachsen ist. |
| | Wos haste dee? De Schnup, de Hust un kee Gald! ... Was hast du denn? Den Schnupfen, den Husten und kein Geld! |
| | Dos Brut war ageschimmlt, schoddrim. ... Das Brot war angeschimmelt, schade drum. |
| | War en Schodn hot, dar braucht fiern Spott net ze sorgn. ... Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. |
| | Schodnfraad is for manche de schennste Fraad. ... Schadenfreude ist für manche die schönste Freude. |
|
Schof, is |
das Schaf <is Schof, de Schof/ Schäfr> |
| | Hul de Schof rei! ... Hole die Schafe von der Weide! [landwirtschaft] |
| | Die Fraa is fei e richtsches gutes Schof. ... Die Frau ist ein richtiges gutes Schaf, lässt sich alles gefallen. |
| | Dar Schäfr hot abr viele neie gunge Schof. ... Der Schäfer hat aber viele neue Lämmchen. |
| | die sei gerannt wie Schoflaadr ... sie sind ganz schnell fortgerannt |
| | Kammr de Schol miet assn? ... Kann man die Schale mit essen? |
|
schpeie |
speien, kotzen, erbrechen <Verb> |
| | mir wars wie schpeie ... mir war es wie kotzen |
| | Iech hob en Schrack kriecht, wu iech dan itze gesah hob. ... Ich habe einen Schreck bekommen, als ich ihn jetzt sah. |
|
Schramm, de |
Schramme; von einem [vorbeistreifenden] spitzen oder rauen Gegenstand durch Abschürfen hervorgerufene, als längliche Aufritzung sichtbare Hautverletzung oder Beschädigung einer glatten Oberfläche |
| | Nischt passiert, bluß ne klaane Schramm. ... Es ist nichts passiert, es ist bloß eine kleine Schramme. |
| | Als Arschtes musste de Schraum aziehe ... ... Als Erstes musst du die Schrauben anziehen (festziehen). |
| | ...paar Schraum warn lockr, paar totn fahln ...su e Liedrian ... ...paar Schrauben waren locker, ein paar fehlten ...so ein liederlicher Mensch |
| | Die schrebbt spannende Romane. ... Sie schreibt spannende Romane. |
| | Deine Schupp stieht schrech! ... Dein Schuppen steht schräg! |
| | Wos schreim se dee? ... Was schreiben sie denn? |
| | En Schriet wettr, do wärschte in de Scheiße getratn. ... Einen Schritt weiter, da wärst du in die Scheiße getreten. |
| | schrumpliche Händ ... faltige Hände, Hände nach dem Baden |
| | For schrumpliche Haut is Creme gut. ... Für Faltenhaut ist Creme gut. |
| | De Sonn scheint schu schie. ... Die Sonne scheint schon schön. |
| | Ins Bett, s is schu spät. ... Ins Bett, es ist schon spät. |
|
Schubeleum, is |
Jubiläum (festlich begangene Wiederkehr eines bestimmten Ereignisses) |
| | Haste aa die Schubeleums-Streichhilzln, wu schedes fimfte brinnt? ... Hast du auch die Jubiläums-Streichhölzer, wo jedes fünfte brennt? |
|
Schubr, dr |
Haufen, Stoß, größere Menge [wörtlich Schober] |
| | dr Heischubr ... der Heuhaufen |
|
schuckn |
jucken (Reizung der Haut oder des Gemüts) <Verb> |
| | Deine Stichelei schuckt miech net. ... Deine Stichelei juckt (stört) mich nicht. |
| | Die Brennnesseln schuckn wie sau. ... Die Brennnesseln jucken unheimlich. |
| | Trink Nessltee, dar schuckt net! ... Trink Nesseltee, der juckt nicht! |
| | In dr Schupp, do is mei Holz. ... Im Schuppen ist mein Holz. |
| | Schurmeis fang iech mit dr Fall. ... Wühlmäuse fange ich mit der Falle. |
| | Wenn de in de Schurmeisgäng Hundescheiße gibst, do reißn de Schurmeis aus. ... Wenn du in die Wühlmausgänge Hundekot gibst, dann vertreibst du damit die Wühlmäuse. |
| | schwaar isis net, wenndes bringst ... schwer ist es nicht, wenn du es bringst |
| | Die Tasch ward egal schwaarner, traa se nor aa mol. ... Die Tasche wird immer schwerer, trag sie doch auch mal. |
|
Schwaaß, dr; (auch: Schweeß) |
der Schweiß |
| | Wu kimmt dee bei dan dr Schwaaß har? ... Wo kommt denn bei dem der Schweiß her? |
| | Dr Schwaaßr macht Pause. ... Der Schweißer macht Pause. |
| | griene Klies un Schwammebrieh ... Grüne Klöße und Pilzsuppe [essen] |
| | in de Schwamme gih ... Pilze suchen gehen |
| | De Mäd sei vornst vobei geschwanlt. ... Die Mädchen sind vorhin vorüber stolziert. |
| | Meine Fraa is Schwastr in Kranknhaus. ... Meine Frau arbeitet als Krankenschwester. |
| | Dar hot nischt anersch in Kop, dar kaa bluß schweinigln. ... Der hat nichts anderes im Kopp als schweinische Witze. |
|
schwepprn |
schwappen; 1. (von Flüssigem) sich in etwas hin und her bewegen, überfließen; 2. etwas überschwappen lassen und dabei vergießen <Verb> |
| | Schweppr net esu! ... Lass das nicht so überschwappen! |
| | Enne Sauerei, war hot dee su geschwepprt? ... Eine Schweinerei, wer hat denn etwas überfließen lassen? |
|
Schwibbuung, dr |
Schwibbogen, Lichterbogen aus dem Erzgebirge Die auf dem Bogen aufgesetzten Lichter waren Ausdruck der Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht, das sie vor allem in den Wintermonaten oft über Wochen nicht zu Gesicht bekamen; zum Arbeitsbeginn am frühen Morgen war es noch dunkel, und nach dem Ende der Schicht am Abend war die Sonne bereits untergegangen. |
|
Schwitzr, dr |
Pullover (Schwitzer - man kommt darin zum Schwitzen)) |
| | Heit is dr Schwitzr ze warm. ... Heute ist der Pullover zu warm. |
|
Schwodn, de |
die Wolken von Dampf, Rauch, Nebel |
| | Friehmorgns ziehe de Nablschwoden durchs Tol. ... Frühmorgens ziehen die Nebelschwaden durch das Tal. |
| | <de Schwolb, de Schwolm> |
| | s ward ball Reeng gahm, de Schwolm flieng tief ... es wird bald Regen geben, sie Schwalben fliegen tief |
| | Wenn dar su uff dan Baam rimklattrt ward mirs von Hieguckn schwumrich. ... Wenn der so auf dem Baum rumklettert wird es mir vom Hinsehen schwindlig. |
| | Kenn se emol riebr gieh? ... Können sie bitte mal rüber gehen? |
|
Sechbichs, de |
kleines Mädchen [wörtlich: Sechbüchse] |
| | Im die Zeit gehärt die Sechbichs ins Bett. ... Um diese Zeit gehört so ein kleines Mädchen ins Bett. |
|
seeng |
urinieren, pinkeln [wörtlich: sechen] |
| | Itze gieh mor arscht mol seeng, de Zeit die ward schu rääng ... ... Jetzt gehn wir erst mal sechen, die Zeit wird dafür reichen ... |
| | Dar sefft bluß weißes Zeich, dos kennt de Laabr net sah. ... Der säuft nur weißen Schnaps, den könnte die Leber nicht sehen. |
| | Machs, mein Segn haste. ... Mache es, meine Erlaubnis hast du dazu. |
| | Iech bie vun dor Seehm ... Ich komme aus Sehma |
| | <iech sah; du sist; er sit; wir sane; ihr sat; sie sane> |
|
sei |
sind <1. Ps. Pl. von sein> |
| | Mir sei itze do. ... Wir sind jetz da. |
|
Seil, de; (Seiln, de) |
Säule; (Säulen); Stütze(n) eines Bauwerkes, eines großen Ganzen (einer Mannschaft, einer Gesellschaft, des kabinetts, der Opposition ...) |
| | Die Seiln sei ze schwach! ... Diese Säulen sind zu schwach! |
| | In dr Kneip bist du ne Seltnhät. ... In der Kneipe bist du eine Seltenheit. |
| | Musste de ieberoll dein Sempf drzugahm? ... Musst du dich denn überall einmischen? |
| | Itze is abr Sense! ... Jetzt reicht es aber! Genug ist genug! [gehabe, arbeit] |
| | Is gibt sette un sette ober meh sette ols sette. ... Es gibt mehr solche als solche aber mehr solche als solche. |
| | Nie hob iech setts Zeich gesaht. ... Niemals habe ich solches Zeug gesagt. |
| | Tuts wieh? - S´gieht. ... Tut es weh? - Es geht. |
| | Uhne Sichring klatterste net uff dos Dach. ... Ohne Sicherung kletterst du nicht auf das Dach. |
| | De Sichring ward dorch sei ... ... Die Sicherung wird durchgebrannt sein ... |
|
siefrn |
ganz leicht regnen (Sprühregen) <Verb> |
| | Richtsch reenge tuts net, s siefrt bluß e bill. ... Es regnet nicht richtig, es ist bloß Sprühregen. |
| | Stunnelang hängt dar de Silberfeedn an Christbaam, enn wie en annern. ... Stundenlang hängt er die Silberfäden an den Christbaum, einen wie den anderen. |
| | Bei dor Priefing musste ober deine Silberfeedn zammnamme. ... Bei der Prüfung musst du dich aber konzentrieren. |
| | ...dei Name fillt mr noch ei - ich muss noch simpeliern. ... ... dein Name fällt mir noch ein - ich muss noch überlegen. |
| | Nu fachsimpln se schu wiedr. ... Nun fachsimpeln sie schon wieder. |
| | Dar wollt sinstwuhie. ... Der wollte irgendwohin.(Ich weiß nicht, wo er hin wollte.) |
| | Setz de Mitz auf, sist warschte nass. ... Setz die Mütze auf, sonst wirst du nass. |
|
siste |
siehst Du (vorwurfsvoll, überzeugt) |
| | Siste, siste, iech hobs gesaht. ... Siehst du, ich habe es gesagt. |
| | Siste se? ... Siehst du sie? |
| | S gibt meh sitte als sitte! ... Es gibt mehr solche als solche! |
| | De glabst net, wos die Sommrwarmln for ne Menge Blattleis frassn kenne. ... Du glaubst nicht, was die Marienkäfer für eine Menge Blattläuse fressen können. |
| | de Sonn gieht auf ... die Sonne geht auf |
| | dr Sook mit de Ardäppln ... der Sack mit den Kartoffeln |
| | In ennr Schneeweh sooß ar fest. ... Er saß in einer Schneewehe fest. |
| | Iech hobs soot! ... Ich habe es satt! |
| | Nu bie iech soot. ... Nun bin ich satt. |
| | De Sauferei is deine eenzsche Sorch. ... Die Trinkerei ist deine einzige Sorge. |
| | Su gung un schu graue Haar: Sorgnschimml is dos. ... So jung und schon graues Haar: der hat viele Sorgen. |
| | sotte Kinnr mecht iech a hamm ... solche (z. B. artigen) Kinder möchte ich auch haben |
|
sozschal |
sozial; das (geregelte) Zusammenleben der Menschen in Staat und Gesellschaft betreffend; auf die menschliche Gemeinschaft bezogen, zu ihr gehörend |
| | Net olle denkn sozschal, viele denkn bluß an siech. ... Nicht alle denken sozial, viele denken nur an sich. |
| | Dar Spacht sucht Warmln in Baamstamm. ... Der Specht sucht Würmchen im Baumstamm. |
| | Mit Spack fängt mor Meis. ... Mit Speck fängt man Mäuse. |
| | Äpplspalkn ... Apfelstücke |
| | Machne saa Sparrlich annre Spaatz. ... Manche sagen Sperling andere Spatz. |
| | Iech saa doch net Sparrlich ze meiner Fraa, bist wuhl bleede. ... Ich sage doch nicht Sperling zu meiner Frau, du bist wohl blöd. |
| | Ze Bett, s is schu speet! ... Ins Bett, es ist schon spät! |
|
Sperrgusch, de |
neugierige Person (abwertend); auch allgemein Schimpfwort [wörtlich: Sperrgusche = offener Mund] [schimpfwoerter] |
| | Guck net har, du alle Sperrgusch. ... Guck nicht so neugierig. |
| | Du alte Sperrgusch musst diech aa miet neihänge. ... Du musst dich nicht auch noch in das Gespräch einmischen. |
|
spitzsch |
spitzig, spitz; 1. schmal zulaufend; 2. abgezehrt; 3. etwas bemerken |
| | Die Pfleck sei spitzsch genung. ... Die Pflöcke sind spitz genug. |
| | Die Mad sah abr spitzsch in Gesicht aus. ... Das Mädchen sah aber schmal im Gesicht aus. |
| | War net esu spitzsch. ... Lass deine spitzen Bemerkungen. |
|
sprazn |
spreizen; etwas (seitwärts) auseinanderbreiten; <Verb> |
| | Spraz diech mol net su hie. ... Setz dich mal ordentlich hin. |
| | ... wie in dr Poletik: ner gruße Sprich! ... ... wie in der Politik: nur große Sprüche! |
| | Meine Schwast hot en Sprochfahler, statt "Erntefest" saat immr "feste Ernst". ... Meine Schwester hat einen Sprachfehler, statt "Erntefest" sagt sie immer "feste Ernst". |
| | Unnre Sproch will vrstanne sei. ... Unsere Sprache will verstanden sein. |
|
sprudln |
sprudeln; beim schnellen Sprechen Speichel aus den Mund schleudern <Verb> |
| | Ei, wie schie die Quelln sprudln. ... Oh, wie schön die Quellen sprudeln. |
| | Dar hot ne ganz feichte Aussproch, dar sprudlt beim Redn. ... Der hat eine ganz feuchte Aussprache, der sprudelt beim Reden. |
|
Spundis, dr |
Spundus; Respekt, Furcht, Angst |
| | Vor dan Hund hob iech Spundis. ... Vor diesem Hund habe ich Respekt. |
|
spuukn |
spuken; schimpfen <Verb> |
| | Du musst aa mol spuukn! ... Du musst auch mal schimpfen. |
| | Namm emol en Lappn un wisch dan Staab ab, wie dos bei uns aussieht. ... Nimm mal einen Lappen und wisch den Staub ab, wie das bei uns aussieht. |
| | Klaane, heb de Baanle, is kumm Staanle. (Später: Alle, heb se Sockn , is kumm Brockn.) ... Kleine, heb die Beinchen, es kommen Steinchen. (Später: Alte, heb die Socken, es kommen Brocken.) |
| | ... iech find kaane Staapilz ... ... ich finde keine Steinpilze |
| | iech ka net mitn Stabl assen ... ich kann nicht mit dem Stäbchen essen |
| | e Stabl for de Blume ... ein Stäbchen für die Blume |
|
stackln |
mit Stöcken laufen (Nordic Walking) <Verb> |
| | Stackln is ne ganz gesunde Beweschungsart. ... Nordic Walking ist gesund. |
| | An dan Stackn kaste deine Blum abinne. ... An diesem Stecken kannst du deine Blumen anbinden. |
| | Heit stieht kaa Stackn grod. ... Heute steht kein Stecken gerade. (Heute geht alles schief.) |
| | Dar Bauch war stahort, die musstn glei operiern. ... Der Bauch war steinhart, die mussten gleich operieren. |
|
Stampf, dr |
dickwandiges Schnapsglas |
| | Alle Leit missn emol starm ... Alle Menschen müssen irgendwann sterben |
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starzisch |
überstürzt; in Hast und ohne genügend Überlegung; übereilt; hektisch |
| | Die Weibsn sei wieder starzisch wagn dan bill Grillohmd. ... Die Frauen sind wieder hektisch wegen dieses Grillabends. |
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starzln |
nach oben stehen (z.B. die Haare) [wörtlich: stürzeln] <Verb> |
| | Dei Hoor starzln abr heit. ... Dein Haar steht aber heute hoch. (es steht zu Berge) |
| | Du hast schu lang net gestaubsauchrt. ... Du hast schon lange nicht Staub gesaugt. |
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stebrn1 |
stöbern, suchen <Verb> |
| | Iech hobs net hier, iech muss arscht mol stebrn. ... Ich habe es nicht hier, ich muss erst mal suchen. |
| | Gastern hats esu gesteebert, doss mer de Stroßnbaam nimmer g'saah hot. ... Gestern hat es so gestöbert, dass man die Straßenbäume nicht mehr gesehen hat. |
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Steppl, dr |
Stöpsel, 1. runder oder zylinderförmiger Gegenstand aus härterem Material zum Verschließen einer Öffnung; 2. (Bananen-) Stecker; 3. kleiner [dicker] Junge |
| | Dr Steppl sitzt fest. ... Der Stöpsel sitzt fest. |
| | Du mustt dan Steppl in de Buchs steckn. ... Du musst den Stöpsel in die Buchse stecken. |
| | Su e frechr Steppl. ... So ein frecher Stöpsel. |
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Sterz, de |
Topfdeckel [wörtlich: Stürze] [haus] |
| | Namm emol fix de Sterz runner! ... Nimm bitte schnell den Deckel vom Topf! [haus] |
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stewied |
stupide; beschränkt; geistlos; ohne geistige Beweglichkeit oder Interessen; langweilig, monoton, stumpfsinnig |
| | Die sei su stewied, die gieh uhne Kopp an die Sach na. ... Die sind so stupide, die gehen derart unüberlegt an die Sache ran. |
| | De Haar warn schu stichlet. ... Die Haare ergrauen. |
| | ... e ganzes Stickl Buttr hot dar zammgefrassn ... ... ... ein ganzes Stück Butter hat er aufgegessen ... |
| | Schwamme stiehe noch keene. ... Pilze stehen noch keine. |
| | Still dei Fahrrod net an die neie Wand. ... Stell dein Fahrrad nicht an die neue Wand. |
| | Mir stilln uns itze eefach hierhar un warten. ... Wir stellen uns jetzt einfach hierher und warten. |
| | Dumm issr net, abr stinketfaul! ... Dumm ist er nicht, aber sehr faul! |
| | Schwamme stinne noch ... Pilze stehen noch |
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Stitz, de |
die Stütze oder verkürzt für Stützpfahl |
| | Wenn dar Baam keene Stitz kriecht, hats ne bein nächstn Windstuß im. ... Wenn der Baum keinen Stützpfahl bekommt, haut es ihn beim nächsten Windstoß um. |
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Stöck, de |
Baumstümpfe, Baumwurzeln (früher wurden sie für die Brennholzgewinnung gerodet) |
| | War tut dee heit nuch Stöck raus? ... Wer gräbt denn heute noch im Wald Baumwurzeln aus? |
| | "Wos ward dee dos?" freecht dor Farschtr. - "Iech tu Stöck raus." - "Do is abr nuch dr ganze Baam dra!" - "Ach, dos hobsch gar net gesah!" ... "Was wird denn das?" fragt der Förster. - Ich mache Baumstümpfe raus." - "Da ist aber doch der ganze Baum dran!" - "Ach, das habe ich gar nicht gesehen!" |
| | For de Tomatnpflanz mechste schu en Stoob in de Ard puchn.. ... Für die Tomatenpflanze möchtest du schon einen Stab in die Erde schlagen. |
| | Bis ze de Wodn stook dar in Schlamm. ... Bis zu den Waden steckte er im Schlamm. |
| | Iech wollt die Katz bluß sträächln (straachln) ... Ich wollte die Katze bloß streicheln. |
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streesich |
stressig, starken Stress bewirkend; aufreibend, anstrengend, geschäftig |
| | Heit sei die abr streesich. ... Heute sind sie aber stressig |
| | S is glatt, mir missn noch strehe! ... Es ist glatt, wir müssen noch streuen! |
| | Die zwee Mäd sei fei ganz schiene Streicher. ... Die zwei Mädchen sind ganz schöne Herumtreiber. |
| | Iech hob keene Baam, bluß Streichr. ... Ich habe keine Bäume, nur Sträucher. |
| | Uff dan sauern Kuung kaste schu noch e bill Zuckr streie. ... Auf den sauren Kuchen kannst du schon noch etwas Zucker streuen. |
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Streißl, is |
kleiner Strauß, Sträußchen |
| | e Streißl Blum ... ein Sträußchen Blumen |
| | E Blumetopp odr e Streißl? ... Eine Topfpflanze oder ein Sträußchen? |
| | De Striezln sei net zen Gaknl do! ... Die Streichhölzer sind nicht zum Spielen da! |
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Striezl, dr |
Mohnstollen (Dresdner Striezel) |
| | Diesgahr giehts wiedr nach Drasdn uffn Striezlmarkt. ... Dieses Jahr fahren wir wieder nach Dresden auf den Striezelmarkt. |
| | Stolln un Striezl schmeckn beede gut. ... Stollen und Striezel schmecken beide gut. |
| | Deine Strimp hamm Lechr. ... Deine Strümpfe haben Löcher. |
| | Dar ward schu nuch seine Stroof krieng. ... Der wird schon noch seine Strafe kriegen. |
| | Nur Struh im Kopp! ... Er hat nur Stroh im Kopf (also: kein Hirn). |
| | ... ne Strumphus hattr iebern Kopp ... ... ... eine Strumpfhose hatte er über dem Kopf ... |
| | Iech hob olles imgestülprt, iech finds net. ... Ich habe alles umgestülpt, ich finde es nicht. |
| | dr Baamstump ... der Baumstumpf |
| | Wos saat de dei Rasnmäher ze dan Stumpl in dor Wies? ... Was sagt denn dein Rasenmäher zu dem Stumpf in der Wiese. |
| | Enne Stunn is fix wag. ... Eine Stunde ist schnell vergangen. |
| | For die Arbett brauchsch noch fimfvartl Stunn. ... Für diese Arbeit brauche ich noch 1 Stunde und 15 Minuten (5 Viertelstunden). |
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Stuum, de |
die Stuben, Wohnräume |
| | Die Stuum sei viel ze klee. ... Die Wohnräume sind viel zu klein. |
| | Iech mach dos eefach su, esu giehts namlich schenner. ... Ich mach das einfach so, so geht e nämlich besser. |
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Sudl, de |
Jauche (wird zur Düngung auf Felder verspritzt) |
| | sulang s net reengt ... ... so lange es nicht regnet ... |
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Sulat, dr |
der Salat; 1. mit verschiedenen Marinaden oder Dressings zubereitete kalte Speise aus [zerpflückten] Salatpflanzen, Obst, frischem oder gekochtem Gemüse, Fleisch, Wurst, Fisch o.ä.; 2. Kopfsalat, Blattsalat; 3. Durcheinander, Wirrwarr; Unordnung |
| | 1. Dar Sulat is ja fein. ... 1. Der Salat ist ja fein. |
| | 2. Dr Sulat fängt schu aa ze schissn. ... 2. Der Salat fängt schon an zu schießen |
| | 3. Bei mir is aa su e Kablsulat. ... 3. Bei mir ist auch so ein Kabelsalat. |
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Sums, dr |
Umstände, Aufsehen |
| | Suviel Sums machn mr net. ... Wir machen nicht soviele Umstände. |
| | in dr sunndichs Frieh ... in der sonntags Frühe [zeiten] |
| | In deine Supp guckn meh Aang nei als raus. ... In deine Suppe sehen mehr Augen hinein als heraus. (fettarme Zubereitung) |
| | Wos iech saah is suwesu folsch. ... Was ich sage ist sowieso falsch. |
| | suwos musst du grod saa ... ... so etwas musst du gerade sagen ... |
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suzesaa |
sozusagen; gewissermaßen (man könnte es so sagen) |
| | Is war suzesaa iebr Nacht passiert. ... Es war gewissermaßen über Nacht geschehen. |
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