| D wie Deichslhersch - Hot mr dann ufn Tallr, braucht mr a kaane Preislbeer | [Übersicht] [Neues Stichwort] | Jedr vun uns, werd schie mal mit nen scheen Dingl oder nen scheen Dingerich is Dingl nei gelaafn sei. Dis is abr kane Soch, so e Ding, sonnern e Madl oder e Gung oder e bestimmts Flackl. Do muss mr sich schie e monchesmol froong, ob dis noch aanr verstieht.
Die Buchstaben "d" und "t" sind wie auch "b" und "p" in der Mundart nicht zu unterscheiden. Man spricht sie in der Regel mehr "d" als "t". Die einzelnen Stichwörter wurden aber dennoch unter dem jeweiligen Index abgelegt, um den Leser möglichst das gewohnte Schriftbild zu präsentieren. Obwohl in Mundart viele Verkürzungen oder Auslassungen vorherrschen, tritt das "t" in Wörter, die mit "sch" beginnen, häufig voran: schaukeln (tschaukln), rutschen (tschinrn). Innerhalb von Wörtern sieht das aber schon wieder ganz anders aus. Hier wird "d" häufig weggelassen oder verblasst: laden (lo[d]n), ändern (ännrn), werden (wern); das gleiche gilt für "t": untere (unnere). Auch am Ende von Wörtern fällt das "d" aus: Perd (is Pfār, de Pfēr). |
| | Iech bie ganz daamisch hiegeflugn. ... Ich bin ganz blöd hingeflogen. |
| | Daarfn diedn dos? ... Dürfen die denn das? |
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Dachhos, dr |
die Katze [wörtlich: Dachhase] |
dachtln |
eine Ohrfeige verabreichen <Verb> |
| | Iech war dr glei enne dachtln. ... Ich werde dir gleich eine Ohrfeige geben. |
Dämse, de |
schwüle Hitze; stickige feuchte Luft [zu Dampf] |
| | Heit is wiedr enne Dämse! ... Heute ist es wieder schwül und heiß. |
| | Mir wars galing esu därmlich ... ... Mir war es plötzlich so schwindelig ... |
| | mir is gonz dumm un damisch ... unwohl sein [befinden] |
| | mir is su damisch in Kop ... mir ist so unwohl [befinden] |
damprn |
sinnlos beschäftigen, spielen, lange für etwas brauchen (auch ↗dautln) <Verb> |
| | Hehr auf ze damprn, mach wos Richtsches! ... Spiel nicht rum, tue etwas Richtiges! |
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Dangl, dr; Dangerschnodln |
Fichten-, Tannennadeln |
| | Kehr mol dan Dangl unnrn Baam wag. ... Kehr mal die Nadeln unter dem Baum weg. |
dangln |
Abfallen von Tannen- und Fichtennadeln <Verb> |
| | Nach 3 Togn fing dr Christbaam aa ze dangln. ... Nach 3 Tagen fielen die ersten Nadeln vom Christbaum. |
| | Haste dann Bleedmaa gesah? - Dann passiert schu nuch wos! ... Hast du den Blödmann gesehen? - Dem passiert schon noch etwas! |
| | Danne warschs zeign! ... Denen werde ich es zeigen. |
| | Dar fahlt mr noch in meinr Sammlung. ... Der fehlt mir noch in meiner Sammlung (der hat mir noch gefehlt). |
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Darfl, is |
Dörflein, kleines Dorf |
| | Su e schienes Darfl wie Brünnels gibts viele in unnerm Arzgebirg. ... So ein schönes Dörflein wie Brünlos gibt es viele in unserem Erzgebirge. |
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darr |
dürr; vertrocknet, verdorrt; sehr mager, hager <Adjektiv> |
| | Dos Gros is abr darr wurn. ... Das Gras ist aber vertrocknet. |
| | Dar hot abr ohgenomme, dar is ja richtsch darr wurn. ... Der hat aber abgenommen, der ist ja richtig dürr geworden. |
| | Dos is dr Daum, dar schittlt de Pflaum, ... ... Das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen,... |
| | du Dautelsack ... jemand, der dautelt, nichts fertig bringt |
| | wos dautelstn su rüm ... arbeiten, ohne dass etwas richtig fertig wird |
de 1 |
die <Art.> |
de 2 |
du (nur bei Fragen, Zusammenschreibung mit Verb ohne "t") |
| | Hasde? ... Hast du? |
| | kimmsde mol har ... Kommst du mal her? |
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Dechsl, de |
die Deichsel; Teil eines Wagens zum Ziehen und Lenken |
| | War hot dee von Handwogn de Dechsl zerrammlt? ... Wer hat denn vom Handwagen die Deichsel zerbrochen? |
dechtn |
ich dächte; sich etwas einbilden; mitunter auch: sich freuen [wörtlich: deuchten, deucht von dünken] <Verb> [gefuehle, wesenszug] |
| | heit tut se sich abr dechtn ... heute freut sie sich sehr [gefuehle, seele] |
| | Iech decht, s wär mr ze teir. ... Ich dächte, es wäre mir zu teuer. |
| | wie, war, wos, wu, warim ... dee? ... wie, wer, was, wo, warum ... denn? |
| | dis Fleesch is su dreich, amende isses Deichslhirsch ... das Fleisch ist so zäh (trocken), am Ende handelt es sich um Pferdefleisch |
| | Deitsch un frei woll mr sei un do bleim mr aa drbei ... (Anton Günther) ... Deutsch und frei wolln wir sein und da bleiben wir auch dabei ... (Anton Günther) . |
Derrlendr, dr |
hagerer, schmächtiger, hochgeschossener Mensch (scherzhaft) [wörtlich: Dürrlender, dürre Lenden] |
| | Dar Spargel is mr ze derrwenstsch. ... Dieser Spargel ist mir zu dünn. |
| | ... desdorhalbn tut dar itze dumm ... ... ... deshalb trotzt er jetzt ... |
| | Du hattst miech ageruft, desdrwaang kumm iech. ... Du hattest mich angerufen, deswegen komme ich. |
| | Dar hot glei eens offn Dez gekricht. ... Der hat gleich einen Schlag auf den Kopf gekriegt. |
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Dickscht, is |
Dickicht, dichtes, undurchdringliches Gebüsch, Gestrüpp; Wald mit dichtem Unterholz |
| | Im Dickscht hammr uns vrluffn. ... Im Dickicht haben wir uns verlaufen. |
| | Dos is arscht dieletzt passiert. ... Das ist erst kürzlich passiert. |
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Dill, de |
Lichthalter (die Kerze steht in einer Vertiefung: Delle) |
| | Nu sei de Lichtrdilln schu wiedr wag. ... Nun sind die Lichthalter schon wieder weg. |
Ding1, is |
Stätte, Ort bei Richtungsabgaben; das kann ein Haus, ein Dorf, eine Straße usw. sein (auch in adverbialen Zusammensetzungen wie dingnauf usw.) |
| | der Bach fließt dingenunner ... der Bach fließt hinunter |
| | dingnauf gieh ... dorfaufwärts gehen |
| | in Ding nauf gieh ... ins Dorf hinauf gehen |
Ding2, is |
Mädchen, Frau (auch abwertend) |
| | efeltsches Ding ... einfältige Frau (abwertend) |
| | hibsches Dingl ... hübsches Mädchen |
| | bieses Ding ... bösartige Frau (Hexe) |
| | Dar rammlt aafach iebr de Stroß dingeniebr. ... Der rennt einfach über die Straße hinüber. |
| | He, dei Nachbar is e putzschr Dingerich? ... Nicht wahr, dei Nachbar ist ein eigenartiger Kerl? |
| | Dar flisssche Dingr is prima. ... Der Flüssigdünger ist prima. |
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Dings, dr |
Irgendetwas (überlegend, wenn man nicht gleich auf den Namen kommt) |
| | Du wesst schu, hier - dr Dings ... |
| | War dr Dingskargn bei dir? Wesst schu ... hier dr Dings... (Mr ward alt!) ... War der ... bei dir? Du weißt schon... dr Dings ..(Man wird alt.) |
| | Groddorch kaste net meh laafn, itze musste dingsnim giehe. ... Gerade durch kannst du nicht mehr laufen, jetzt musst du drumherum gehen. |
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dinnhäutsch |
dünnhäutig; 1. eine dünne Haut aufweisend; 2. [zu] sensibel, [über]empfindlich <Adjektiv> |
| | Su e Zelt is fei dinnhäutsch, do härste olles. ... So ein Zelt hat eine dünne Haut, da hört man alles. |
| | Iech hätt net gedacht, dass su e grußr Maa su dinnhäutsch sei kaa. ... Ich hätte nicht gedacht, dass so eingroßer Mann derart empfindlich sein kann. |
| | Iech mach dos bluß dirwaang. ... Ich mach das nur deinetwegen. |
| | Bei dan Dischkur hammr olles geklärt. ... Durch unsere Unterhaltung haben wir alles geklärt. |
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Displee, is |
Display; Werbemittel; Gerät oder Bauteil zur optischen Darstellung einer Information in Form von Ziffern, Buchstaben, Zeichen ...; Anzeige |
| | ... dos ward uffm Displee agezeicht. ... ... das wird auf dem Display angezeigt. |
| | wudn? ... wo denn? |
| | wardn? ... wer denn? |
| | wuhiedn? ... wohin denn? |
| | ... iech hob ne drbei drwischt. ... ... ich habe ihn dabei erwischt. |
| | ... dodrbei wolltr wos Guts machn. ... ... dabei wollte er etwas Gutes tun. |
| | Dodorfier hätt iech kee Gald ausgegaam. ... Dafür hätte ich kein Geld ausgegeben. |
| | Iech will doddormiet nischt ze tu hamm. ... Ich will damit nichts zu tun haben. |
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dodra |
daran; dadran <Adverb> |
| | Dodra lieschts net. ... Daran liegt es nicht. |
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dodraufhie |
daraufhin; aus diesem Grund (Anlass) <Adverb> |
| | Sie suchn in dr Zeitung gute Leit, dodraufhie kumm iech. ... Sie suchen in der Zeitung gute Leute, daraufhin bin ich hier. |
| | Dodraus ward nischt! ... Daraus wird nichts! |
| | Wos vrstiste dodrunnr? ... Was verstehst du darunter? |
| | Wos haste dodrva? ... Was hast du davon? |
| | ... dos hste nu dorvu. ... ... das hast du nun davon. |
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dogetratn |
dastehen; an einer Stelle, einem Ort stehen; sich in einer bestimmten Lage, Situation, Verfassung befinden |
| | Dar hot dogetratn, als hättne dr Blitz getroffn. ... Er stand da, als hätte ihn der Blitz getroffen. |
| | Die Firma hat schu lang gut dogetratn. ... Diese Firma hat schon lange gut dagestanden. |
| | Leech mol dos Btatt dohie ... ... Leg mal das Brett dahin ... |
dohierde |
hier, genau hier [wörtlich: da hier] |
| | dohier bie iech drham ... genau hier bin ich zu Hause |
| | Dar Topp stand vornstn noch dohierde. ... Der Topf stand vorhin noch hier. |
| | Dohiertnrim haast dos ahm su. ... Hier ringsherum heißt das eben so. |
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Doktr, dr |
der Doktor, der Arzt |
| | Beim Doktr warste wuhl noch net? ... Beim Arzt warst du wohl noch nicht? |
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domols |
damals (vor vergangener Zeit) |
| | ... domols warn mr aa noch gung! ... ... damals waren wir auch noch jung! |
| | Donaus giehts net, do is Sackgass. ... Dahinaus geht es nicht, das ist eine Sackgasse. |
| | Donaus lääft dos also. ... Dahinaus läuft das also. |
| | Donei missmor! ... Da hinein müssen wir! |
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doraus |
daraus; da heraus <Adverb> |
| | Do musste saa, wos doraus ward. ... Da musst du sehen, was daraus wird. |
| | Hier miss mr dorch. ... Das müssen wir schaffen. |
| | De Sichrung war dorch. ... Die Sicherung war durchgebrannt. |
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Dorchenannr, is |
Durcheinander; Unordnung; auch: Verwirrtheit |
| | Findste noch wos bei dein Dorchenannr? ... Findest du noch etwas bei deiner Unordnung? |
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dorchkeie |
durchkauen, diskutieren, durchnehmen, besprechen <Verb> |
| | ... dos missmor nuchmol dorchkeie. ... ... das müssen wir nochmal besprechen. |
| | Saahs, wenn de wos dorwidr hast. ... Sage es, wenn du etwas dagegen hast. |
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dorgleing |
dergleichen, nicht dergleichen tun (nicht das tun, was erwartet wird, nicht reagieren) |
| | Iech hobsn gesaat, denkste dee dar tu dorgleing? ... Ich habe es ihm gesagt, denkst du denn er reagiert? |
| | Nei und dornahm gieht viel. ... Hinein und daneben geht viel. |
| | ... bis zor Kreizung, dornoch rachts wag ... ... ... bis zur Kreuzung, danach rechts abbiegen ... |
| | Vun dan Harich ward abr e Dorscht. ... Von dem Hering wird aber Durst. |
| | ... de Blümle sei fei a dorschtig. ... ... die Blümchen sind aber auch durstig. |
| | Dorte sitztr doch. ... Da sitzt er doch. |
| | Is stand vornstn noch dorte. ... Es stand vorhin noch dort. |
| | Dos is dorwaang ganz schie frech. ... Das ist eigentlich ganz schön frech. |
| | Du hättst wuhl wos dorwidr? ... Du hättest wohl etwas dagegen einzuwenden? |
| | Suwos Gscheites, dos kennt vu mir sei. ... Soetwas Kluges, das könnte von mir sein. |
| | Dosmol hattr net racht. ... Diesmal hatte er nicht recht. |
| | dovorgange ho iech de Om besucht ... vor kurzem habe ich die Oma besucht |
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dozemol |
damals, in jener längst vergangenen Zeit [wörtlich: dazumal] |
| | Dozemol stand hier noch e Baam. ... Damals stand hier noch ein Baum. |
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dr1 |
der (unbetont); sonst ↗dar |
| | dr Kaffe ward kolt ... der Kaffe wird kalt |
| | Dar kaa bleim wu dr Pfaffr wächst. ... Der kann bleiben wo der Pfeffer wächst. (...weit weg) |
| | Hast du miech drschreckt! ... Du hast mich erschreckt! |
| | Iech bie drgeeng gestußn. ... Ich bin dagegen gestoßen. |
| | Salz is schu dra. ... Salz ist schon dran. |
| | An dan Gered is nischt dra. ... An diesem Gerede ist nichts Wahres dran. |
| | Die hattn bluß Draasch wagn dr Urlaubsrees. ... Die hatten eine einzige Aufregung wegen der Urlaubsreise. |
| | is tut draußn draaschn ... es regnet draußen |
| | e richtschr Dracksack ... ein schlechter Mensch |
| | Drack machn gieht, Drack wagmachn net! ... Dreck machen geht, Dreck wegräumen nicht. |
| | Die Drackerei machste salber wag. ... Diesen Dreck machst du selbst weg. |
| | Die drackite Hus kimmt in de Wäsch! ... Die dreckige Hose kommt in die Wäsche! |
| | De Zeit gitt drahie un mir warn sachte illr. ... Die Zeit geht dahin und wir werden langsam älter. |
| | Owaschn, su dracksch kaste net miet assn. ... Waschen, su dreckisch kannst du nicht mit essen. |
| | War hot dee an dan Ding drarim geschraubt, olles vorstillt?! ... Wer hat denn an diesem Teil dranherum geschraubt, es ist alles verstellt?! |
draschn |
1.prügeln; 2. Getreide dreschen; 3. Phrasen dreschen [wörtlich: dreschen] <Verb> [wetter] |
| | Draschn is is Primetivste. ... Prügeln ist das Primitivste. |
| | Is Geträd missn mr draschn. ... Das Getreide müssen wir dreschen. |
| | Vur dr Wahl warn wiedr Phrasn gedroschn. ... Vor der Wahl werden wieder wohltönende, aber nichtssagende Reden geführt. |
| | De Kinnr renne noch draußnrim. ... Die Kinder rennen noch draußenrum. |
| | mir wards ganz drehlich ... mir wird es ganz schwindelig |
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Dreierbrotl, is |
Dreierbrötchen; Semmel (... weil sie früher einmal 3 Pfennige gekostet hat) |
| | Was kost dee e Dreirbrotl? ... Wieviel kostet denn eine Semmel? |
| | Egal mart dar dreinei. ... Ständig redet er dazwischen. |
| | Do hamm die aa noch faule Karschn drunnernei gemengt. ... Da haben sie auch noch faule Kirschen mit darunter gemischt. |
| | Iech kaa net drfier! - iech aa net! ... Ich kann nicht dafür! - Ich auch nicht! |
| | dar hot s ↗Pulvr net drfundn ... dumm sein; wörtlich: der hats Pulver nicht erfunden [intelligenz] |
| | Se hamm nu schu su viel drfunne ... ... Man hat nun schon so viel erfunden ... |
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drhalt |
erhalte, erhaltet <Verb> |
| | Drhalt fei un bewahrt eich unnre Muttrsproch. ... Erhaltet und bewahrt euch unsere Muttersprache. |
| | drham is drham ... daheim ist daheim (daheim ist es eben am schönsten) [besitz, brauchtum, haus] |
| | Iech wess, war drhinner stackt ... ... Ich weiß, wer dahinter steckt ... |
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drhult |
erholt; etwas überwinden; etwas überstanden haben und wieder zu Kräften kommen |
| | Hast diech im Urlaub gut drhult. ... Du hast dich aber im Urlaub gut erholt. |
| | dr Tirdrickr ... der Türdrücker |
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Dridewaar, is |
Gehsteig, Fußweg, Bürgersteig [französisch: Trettoir] |
| | Laaft uffn Dridewaar, dos is sichrer. ... Geht auf dem Fußweg, das ist sicherer. |
| | Drihm war iech eefach net warm. ... Drüben fühle ich mich einfach nicht zuhause. |
| | drim is dis su ... darum ist das so |
| | Dei Assn is drimme in dor Kich. ... Dein Essen ist drüben in der Küche. |
| | Saahs, net esu drimrim reden! ... Sage es, rede nicht so drumherum! |
| | Dar Ball war drinne! ... Der Ball war drin (im Tor)! |
| | Guck dan Himml a ... mor warn liebr drinnebleim. ... Sieh den Himmel an ... wir werden lieber drinnenbleiben. |
| | Dass iech dos noch drlahm ka. ... Dass ich das noch erleben kann. |
| | Wos passiert nu drmiet? ... Was passiert nun damit? |
| | Erscht lochste drnahm, drnoch warsch richtsch. ... Zuerst lagst du (mit deiner Antwort) daneben, danach war es richtig. |
| | Drnoch sei olle gescheitr. ... Danach sind alle klüger. |
Drohtesl, dr |
Fahrrad [wörtlich: Drahtesel] |
drokumme |
drankommen, an der Reihe sein <Verb> |
| | Warscht beim Bolwier? - Bist abr net drokumme! ... Warst du beim Friseur? - Du bist aber nicht drangekommen! |
| | Bist mor itze drquar kumme, iech wollt gro fort. ... Du bist mir jetzt in die Quere gekommen, ich wollte gerade fort. |
| | Gewusst? - Nee, drrotn! ... Gewusst? - Nein, erraten! |
| | Dan Lumich kennt ich drschlong! ... Diesen Kerl könnte ich erschlagen! [bewegungen] |
| | Musst du dee dann Blattsulat schedes Mol drseifn? ... Mustt du denn den Blattsalat jedes Mal ersäufen? |
druhm |
dort oben [wörtlich: droben] {drūṁ} [orte] |
| | Uffn Dach druhm loch heit frieh Schnee. ... Auf dem Dach oben lag heute früh Schnee. |
| | Dar stammt von druhmrunnr, ausm Gebirg. ... Der stammt von droben herunter, aus dem Gebirge. |
| | Dar war in Schacht, drvu is seine Lungekrankhät. ... Er war im Schacht, davon hat er seine Lungenerkrankung. [orte] |
| | De Spitzbum sei auf und drvuh. ... Die Diebe sind auf und davon. |
| | Drvulaafm ännert nischt! ... Davonlaufen ändert nichts! Man muss sich den DIngen stellen. |
drwaang |
eigentlich, deshalb [wörtlich: derwegen] |
| | S is drwaang kolt, mr machn Feir! ... Es ist eigentlich kalt, wiir werden heizen. |
| | Iech blieb, drwalde wuld iech gieh. ... Ich blieb, dabei wollte ich eigentlich gehen. |
drwalle |
inzwischen, einstweilen [wörtlich: derweilen] |
| | Iech gieh darwalle en Kaffee trinken. ... Ich gehe inzwischen einen Kaffee trinken. |
| | Gieh fix zen Bäck, iech koch drweil Kaffee. ... Geh schnell zum Bäcker, ich koche inzwischen Kaffee. |
| | Du wolltst mr doch nuch wos drzähln ... ... Du wolltest mir doch noch etwas erzählen (sagen). |
dubig |
schwül; es "riecht" nach Gewitterluft |
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dummdaamisch |
sehr dumm (dumm und dämlich), saudumm <Adjektiv> |
| | Dos is e dummdaamisches Ludr. ... Das ist ein saudummer Kerl. |
| | dar/das bleekt vor Dummhät ... dumm sein; vor Dummheit schreien [intelligenz] |
| | der hot dreimol hier gschriern, olse de Dummhät ausgetalt homm ... dumm sein [intelligenz] |
| | wenn Dummhät wieh tet, misst der Tog und Nacht brilln ... extrem dumm sein [intelligenz] |
| | su a Dummlack  |
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dummtu |
dummtun; trotzen <Verb> |
| | Wie lange willste noch dummtu? ... Wie lange willst du noch trotzen? |
Dunsl, dr |
Tollpatsch, Dummkopf |
| | Dar Dunsl bringt gar nischt. ... Dieser Dummkopf kann gar nichts. |
| | Durscht is schlimmr als Heimweh ... ... Durst ist schlimmer als Heimweh ... |
| | Greif bluß net in de Steckdus! ... Greif bloß nicht in die Steckdose! |
| | Dar Droht dohierde gieht ze dar Abzweichdus. ... Der Draht hier geht zu der Abzweigdose. |
| | De Kaffeedus is schu wiedr leer. ... Die Kaffeedose ist schon wieder leer. |
| | Er hot Dusl gehatt. ... Er hat Glück gehabt. |
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dusln |
abwesend sein; leicht schlafen |
| | Iech bie itze warklich eigeduslt. ... Ich bin jetzt wirklich eingeschlafen. |
| | ... un dar Dussl tritt do aa noch nei ... ... ... und dieser Tollpatsch tritt da auch noch hinein ... |
| | dar stellt sich abr dusslich a ... der stellt sich aber tollpatschig an, ist sehr ungeschickt [geschick] |
dustr |
dunkel [wörtlich düster] |
| | S ward schie dustr. ... Es wird schon dunkel. |
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