| A wie Afang - Is dar ehmol gmacht, giehts wie vu allaa | [Vollständig] [Neues Stichwort] | Aajedr wass, deß bei uns de "Hasen" Hosn haasn. Net zu vrwachsln mit de Baakleedr; sonnern dis sin de Viechr, die im Stoll stiehe odr of dr Wies rimhoppln.
Wie man sieht, wird ein schriftdeutsches "a" im Erzgebirgischen häufig zu "o". So beim Hasen (dr Hos), beim Schaf (is Schof) als auch beim naheliegenden Braten (dr Brotn). Auf der anderen Seite steht aber auch "a", wo im Hochdeutschen andere Laute zu finden sind. Zu nennen wären "ä" in Jäger (dr Jachr) oder - um beim obigen Beispiel zu bleiben - in Schäfchen (de Schafln). Man denke auch an das Räuchermännchen (Raachermannl). Gleiches gilt für den Zwielaut "ei": der Stein (dr Staa), kein (kaa), Meister (dr Maastr); und für den Zwielaut "au": der Baum (dr Baam), kaufen (kaafn). Auch das "e" wird mitunter zum "a": Leder (is Ladr), leben (lahm), nehmen (nahm). Die Vorsilbe "an" erfährt ein ähnliches Schicksal und wird zu "a" rediziert: anziehen (aziehe), Anfang (dr Afang). |
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aalarne |
anlernen (auf eine Tätigkeit vorbereiten) |
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aaputzn |
anputzen; verkleiden; maskieren |
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Adacht, de |
Andacht, Geduld, Nachdenken |
ärschlich |
seitenverkehrt, rückwärts; verkehrt falsch; heimtückisch, übel [orte] |
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ästemiern |
ästimieren; jemanden schätzen, beachten, würdigen |
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agaam |
angeben; Angaben machen; prahlen, pranzen |
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agericht |
angerichtet; Unfug angestellt; Speisen bereitgestellt |
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aguggn1 |
angucken; ansehen; etwas betrachten |
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ahkeiln |
etwas Kompliziertes anfangen |
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a(h)lichtln |
zur Weihnachtszeit die ersten Lichter (Kerzen) anzünden |
ahm |
eben (zur Bestätigung) |
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alarne |
anlernen (auf eine Tätigkeit vorbereiten) |
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allmeitog |
nie anders gewesen (alle meine Tage) |
anamme |
annehmen, sich um etwas kümmern |
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Antn, de; Ant, de |
die Enten, die Ente |
araunzn |
jemanden zurechtweisen, meckern, rüffeln, anschnauzen |
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Arfel |
"ein Arm voll" als Mengenangabe; die Menge, die man mit einem Mal wegnehmen kann [mengen] |
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arichtn |
anrichten; 1. vorbereitete Speisen, Salate, Brote u. Ä. auf Schüsseln und Platten [garnieren und] zum Verzehr bereitstellen; 2. [unbeabsichtigt] etwas Negatives verursachen |
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Arrtum, dr |
Irrtum; aus Mangel an Urteilskraft, Konzentration o.Ä. fälschlich für richtig gehaltener Gedanke; falsche Vorstellung, Handlungsweise |
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asaue |
grob werden; (verbal) schlecht behandeln; beschimpfen |
Asch, dr |
Schüssel, Napf, Topf |
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aschnauzn |
anschnauzen; jemanden zurechtweisen, meckern, rüffeln |
Ast2, dr |
Rücken oder auch Verkrümmung desselben (Buckel) |
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atatschn |
betatschen; befingern, berühren, betasten |
attln |
wirres Zeug bzw. Unsinn reden und tun; wild gestikulieren |
Atzn, dr |
großes Stück |
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aufgezugn |
aufgezogen; etwas aufgespannt; etwas spannen (Feder); etwas großgezogen; aufmarschiert; provoziert, veralbert |
aufklahm 2 |
aufheben, aufsammeln, aufklauben |
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aufnamme |
aufnehmen; etwas vom Boden aufnehmen; einen Film aufnehmen (aufzeichnen); etwas verstehen |
auftakln, sich |
sich auffällig anziehen, sich (übertrieben) schick machen [kleidung] |
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auftreing |
Wasser vom Fußboden auftrocknen, Geschirr abtrocknen |
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aufwurzln |
aufwurzeln; auf den Putz oder auf die Pauke hauen, dass es bis in die Wurzeln zu spüren ist |
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aufzieh |
1. nach oben ziehen, etwa zum Öffnen; 2. ein Uhrwerk mit Feder aufziehen; 3. (umgangssprachlich) jemanden necken, provozieren |
Augustr, de |
die Augustäpfel (Klaräpfel - sie werden im August reif) |
ausbäe, sich |
sich am Ofen wärmen |
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ausbodn |
ausbaden; die Folgen tragen für etwas, was man selbst oder (häufiger) ein anderer verschuldet hat |
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ausfläumln |
feine Strukturen auseinandernehmen (Flaum -Flaumfedern, feines Haar-) |
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aushookn |
aushaken; 1. durch Lösen des Hakens öffnen, losmachen; loshaken; 2. sich aus der Verhakung lösen; 3. (umgangssprachlich) jemand versteht, begreift die Handlungsweise eines anderen nicht, hat kein Verständnis dafür; völlig aus dem Konzept kommen; Geduld ist zu Ende, jemand verliert die Nerven |
auslatschn |
untreu sein, ehelichen Seitensrpung machen |
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Ausnahm, de |
Ausnahme; Abweichung von der geltenden Regel; Sonderfall |
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ausputzn |
ausbeuten; etwas restlos entleeren |
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ausschirn |
ausscheren, aus der Spur geraten, schlapp machen |
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außnrim |
außenrum; außen (um etwas Bestimmtes) herum |
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auszähnge |
auszeichnen; Markierung anbringen (Preisschild); Auszeichnung verleihen |
Aziehzeich, is |
Bekleidung, Anziehsachen = etwas zum Anziehen |
Azucht, de |
die Anzucht (zur Entwässerung von Tiefkelleranlagen) |
azwitschrn |
sich Mut antrinken, generell auch Alkohol trinken |
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