Dor klaane Prinz auf Erzgebirgisch

Sie können die limitierte Auflage unter prinz@erzgebirgisch.de für 16,- € bestellen. Auf Wunsch auch gern vom Übersetzer (Andreas Göbel) signiert. Oder im Buchhandel unter der ISBN 9783947994298.

R wie Rotztichl

Hot mr de Rotzrrei, tut mr suwos braung

Wemmer bei uns sahng mecht, wu mer salberscht un annere harkimme un hiegiehe, dann is dos ganz aafach: miet "n" is mer's immer salberscht un mit "r" sei's de annern. Esu gieht mer erngdewu "nieber"und annere kimme "rieber". Mer ka "nauf" off'n Buden laafen un genau esu kenne annere von dorten "runner" kumme. Stieht mer schie off'n Buden druhm, dann kumme de annern "rauf" un mer salberscht gieht "nunner". Is mer ewu drinne, dann gieht mer "naus" oder de Leit kumme "rei". Stieht mer draußen, dann gieht mer "nei" un de annern kumme "raus". Un wemmer Gelick hot, dann trifft mer sich a erngdewu bei derer ganzen Rimlaaferei.


er (z. B. in Fragestellung nach Verben)
ran- (Vorsilbe)
Räuchermännchen, zum Abrennen von Räucherkerzchen
Räuchermännchen
räuchern; 1. etwas dem Rauch aussetzen, damit es haltbar wird; 2. Räucherkerzen oder Räucherstäbchen abbrennen; 3. wenn Tabakraucher die Umgebung verräuchern
Raafn, dr
der Reifen
rauchen
Rabn, de
Raben (mit den Krähen verwandter großer Vogel mit kräftigem Schnabel und glänzend schwarzem Gefieder, der krächzende Laute von sich gibt)
aus geriebenen Kartoffelteig auf Ofenplatte gebackener Teig. Alt Erzgebirgisches Rezept, wird allerdings verschieden angewendet.
Rachn, dr
der Rechen, die Harke
Rachnr, dr
Computer
Racht, is
das Recht
rechts (auf der rechten Seite)
hart und fleißig arbeiten
 NEU Radaddel, is
herausgeputztes halbwüchsiges Mädchen, [alteraussehenkleidung]
Radau, dr
Lärm, Krach
Radl, is
Scheibe Wurst
 NEU Radscher, dr
Radiergummi
Radscho, is
das Radio
reichen
Von kleiner Rabe "Räbchen", freches, unfolgsames Kind [wesenszug]
derber Kratzer, Verletzung 🤕 [schmerz]
rafeln, etwas abreiben
rangehen
Rahml, is
kleine Tragekiste; 6er-Pack Bier
Rahsche, de
Die Rage; unbeherrschte Aufgeregtheit, Wut, Ärger, Hektik
Erbsensuppe
rammln, sich
sich stoßen
Randfichten; 1.besonders kräftige fest verwurzelte Fichten am Waldrand, die Unwettern besonders standhalten; 2. (starke) volkstümliche erzgebirgische Musikgruppe
Ranftl, is
Randstück vom Brot
ruckeln; schaukeln, toben
Ranzen1, dor
dicker Bauch
Ranzen2, dor
unartiges Kind
Raschau, Ort im Erzgebirge
Rastr, de
die Reste
Ratsch1, dr
Rettich
Ratsch2, dr
Stromschlag
sehr schnell reden
rattern, ritzen
fest und lange schlafen; schnarchen
Gericht aus geriebenen gekochten Reibekartoffel, gebacken
Fernglas; Lupe (auch Nahziehglas)
geben, reichen
reinemachen, saubermachen
Reeng, dr
Regen
Regenbogen
rein, sauber
Rees, de
die Reise
Rüge, Verweis, Rüffel, Anschiss, Zurechtweisung
Reff1, is
Rückentragkorb, Gestell zum Tragen
Reff2, is
derb für etwas Kaputtes, Heruntergekommenes
Rehr, de
die Röhre; auch Fernseher
Rehr2, de
der Fernseher
Topflappen [essenmahlzeitspeisen]
Leitungswasser
Reibr, de
die Räuber
räumen
reimen
Reiml, dr
Rauhreif
Reißn, is
Schmerz, Schmerzen; ziehende Schmerzen [schmerz]
Karussell
lautes, buntes Treiben; großer Trubel, Betrieb
renovieren (schadhaft, unansehnlich gewordene Gebäude, Innenausstattungen o.ä.) wieder instand setzen, neu herrichten
Renftl, is
siehe Ranftl
Verrenkung
sauber (reinlich)
Reinlichkeit; Sauberkeit
die Regierung
Reißig, Fichten-, Nadelholzzweige auch nadellos, vertrocknet
Feldsalat
richtig
Rieb, de
Kopf (Rübe)
rieber, rieber-
herüber, herüber- [vorsilben]
Nase [kopf]
auf dem Rückweg
Riem, dr
der Riemen
herum (mein von einem anderen Standpunkt auf den aktuellen); herum- (Vorsilbe) [vorsilben]
rimaffn, affig tue
sich komisch aufführen, herumalbern, sich zum Affen machen
Zeit vergeuden, verplempern
herumtoben
Rund herum, rings herum, im Kreis laufen
rum und num, rum wie num, beidseitig
rennen, sich sehr schnell fortbewegen
gurgelnde Geräusche im Bauch; übertragen auch für sich herumtreiben, unerwünscht anwesend sein
umher; herum
 NEU rimkrabeln
herumklettern
im Wasser herumgehen, spielen
sich mit den Fingern an etw. zu schaffen machen, nesteln
handwerklich etwas tun
heran; herunter
Rod, is
Rad
Rodwall, de
Schubkarre
Röckerne hatte jemand bei denen ze Rocken gegangen wurde, in der Stadt sagte man eher vornehm dazu Kaffekränzl. [freundschaftbrauchtumvergnuegenessen]
herunterhängen
Rosinen, Sultaninen
Rosinkn, de
Rosinen
Rot, dr
der Rat; 1. Empfehlung, Ratschlag; 2. Ausweg aus einer schwierigen Situation; 3. beratendes Gremium; 4. Titel
raten
Schnupfen
 ÄND Rotzfadlsupp, de
dünne Kartoffelsuppe, meist abgekochtes Wasser der griene Kließ noch mal angedickt. [essenhunger]
unerzogenes Kind, Rotzbengel
"Nasensteine"; unartiger kleiner Junge
Taschentuch
Ort Großrückerswalde
rufen
Rumpis, dr
Rumpf, Körper
Rumpl, de
Waschmaschine, Gerät zum Getreide/Kartoffeln reinigen
Pellkartoffeln [speisen]
Rungsen1, dor
dicke Scheibe (z. B. Brot)
laut tönen, knallen; unsachgemäß, nicht sorgfältig bedienen; auch: zerkleinern
herunter; herunter- (Vorsilbe) [vorsilben]
Knecht Ruprecht, Weihnachtsmann
Ruschel, de
die Schlittenbahn
Schlitten fahren; allgemein: auf Schnee rutschen [zeitwoerter]
rot
Rotkehlchen (Singvogel)
Rutkapp, de
Birkenpilz (Rotkappe)