Dor klaane Prinz auf Erzgebirgisch

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S wie Schwibbuung

Darf in kann Haus fahln


gieht, gitt
geht
 NEU Haftl un Schlingl
Häckchen und Öse [befindenkleidungliebe]
sagen
säge
Saachr, dr
Standuhr
Ameise; auch: Stechmücke, Bremse
Saaf, de (auch: de Sääf)
die Seife
 NEU Saafnpatschl, is
scherzhafte (leicht abwertende) Bezeichnung für Friseur. [taetigkeiten]
Saam, dr
der Saum, umgeschlagener und angenähter Stoffrand, Rand einer Fläche
1. urinieren, pinkeln; 2. sägen
Krumme Holzlatte
sagte, sagte es, sagt es!
Sabl, dr
der Säbel
langsam, vorsichtig, sacht
sechzig
sechzigjährig
Sääl, is
Seil
sächsisch
sehen
selber, selbst
damals, zur jener Zeit
Samml, de
Semmel, Brötchen
Semmelbrot
samt, zusammen mit; nebst
Samstag [wochentage]
Spitzname für die Einwohner von Geyer [brauchtumgemeindenorte]
Tod, Sensenmann
gemächlich gehen; nicht auf den Weg achten
Sarmsl, de
aufdringliches Fluginsekt (Brummer)
seht her
seht hin
seht ihr es
Satzung das höchstgelegenste Dorf im oberen Erzgebirge an der Grenze zu Tschechien [gemeindenorte]
Saubaa, Saubee
Eisbein (Gericht)
Eisbein (Gericht)
 NEU Sauerlump, dr
Sauerampfer [essenpflanzen]
Saufaus, dor
Trinker, Säufer
saufen; gierig trinken; Tiere saufen
sehr kalt, so dass man friert
Schaar, de
die Schere
Bergleute; Leute vom Schacht
das Jackett; Anzugjacke; Sakko
schämen, sich; Scham empfinden
Liebhaber, Bräutigam... meist etwas abwertend gebraucht [liebe]
Scharbl, is
die Scherbe (kleine flache Pfanne, Topf)
Scharm, dr
der Schirm
 NEU scharmeziern
klagen, herum jammern, auch schimpfen
Schedl, dr
derb für Kopf [kopf]
Kopfschmerzen
jeder
schälen
schön
Schönheide [orte]
Schei, de
Scheune [haus]
Vielfraß (Scheunendrescher)
Scheuertuch, Scheuerlappen
scheuern
Scheim, de
Scheiben
ein schlechter Mensch
der Scheißdreck (nichts)
übertrieben freundlich, leutseelig
scheußlich
Scheitl, is
Holzscheit
schäkern; scherzen, neckend flirten
jemand
schöner
schöner (scheen)
Suppenkelle [essen]
schöpfen
 NEU Schepptopp, dr
Scherbl, is
kleine flache Pfanne, Topf (Scherbe)
Scheuertuch
schon
schön, siehe scheen
Schienbein
einrädrige Schubkarre
der Schiedsrichter
krumm, nicht rechtwinklich
Dachdecker
schief, krumm (siehe auch schiegicht); tlws. auch schielend (siehe auch schiegln)
schief, krumm (siehe auch schieget)
schielen
Schönheide [orte]
Schönheide [gemeinden]
schielen
 NEU schillig bleim
was schuldig bleiben (im Laden zum Beispiel)
Schönfeld, Ortsteil von Wiesenbad [gemeinden]
extrem dünn sein [gestalt]
schinden, schuften, schwer arbeiten
Schirml, is
kleine Pfanne; Topf mit 2 Griffen
Schiss, de
Angst
schießen
Schisser, dor
Angsthase
schütten
ich kann
Schlauch
Schlettau, Kleinstadt im Erzgebirge [gemeinden]
Schlettauer Kirchengesicht - scherzhafte Bezeichnung für die Einwohner von Schlettau, an deren Kirche ein eingemauertes Gesicht zu sehen ist, wo der Sage nach ein sündhaft gewordener Kirchendiener eingemauert worden ist. [aussehen]
Name für Königswalde Kinneschwall [gemeinden]
schleifen
Schlaaz, dr
der Schlitz (aufgeschlitzter Stoff)
Schlachloch, Schlachlächr
das Schlagloch (früher fast nur in der DDR, heute gesamtdeutsches Phänomen)
schlecht
Schlechtigkeit (das Schlechtsein)
 NEU Schlackenbliemle
Huflattichblüten [pflanzen]
Schläf, de; Schleef
die Schleife
schlürfen
Schlafittchen (Krawatte)
schleifen
schläft
Schleis, de
die Schleuse, Wasserdurchlass
Schlema (Ort im Erzgebirge)
plötzliches Schleudern
das Schlückchen, ein kleiner Schluck
nicht ganz ausgebacken, halb roh, noch teigig [speisen]
schmierig, schlüpfrig
Schlieten, dor
der Schlitten
 NEU Haftl Schlingl
Häckchen und Öse [befindenkleidungliebe]
Unterhose [kleidung]
der Schlüssel; 1. Gegenstand zum Öffnen und Schließen; 2. Mittel zum Erschließen de Zugangs oder Verständnisses
Schraubenzieher
miech schlöfferts ,ich gähne bin müde
schlafen
Schlog, dr
der Schlag
Schloof, dr
Schlaf
metallisch mechanisches Knarren kurz bevor ein Uhrwerk abgelaufen ist
stark regnen, auch Eisregen [wetter]
schläferig, müde
 NEU Schlumprich, Schlamprich dr
liederlicher, unordendlicher Mann [wesenszug]
 NEU Schlußn, de
Schloßen, meist grobkörniger Hagel [wetter]
Schmer; schwabbeliges weiches Fett vom Schwein (wird häufig zu Schmalz verarbeitet)
schmächtig; dünn und von zartem Gliederbau
Pfusch am Bau oder auf der Baustelle
schmieren, schlecht schreiben
Schmand, dor
Nicht nur ein Milchprodukt, sondern im erzgebirgischen generell Schlamm, Schlick [landwirtschaftwetter]
Schmarr, de
Wunde; Narbe
Schmetterling
Ein ziemlich dürrer unscheinbarer Mensch [aussehen]
beleidigt sein
Schadstelle, Schlagstelle, Beschädigung [arbeit]
Gliedermessstab, Zollstock
schlecht schreiben
schmeckte
schmal
Schnack, de
Schnecke
Kanne mit Ausgießer
 ÄND Schnaftndudl, dr
ein Mensch, wo man nicht weiß, woran man ist Nieselpriem
Mückenjäger. Bezeichnung für einen weltfremden Spinner. [ausstrahlung]
Taschenmesser
schwerfälliger Mensch [bewegungen]
Mundharmonika
Schnurrbart
schneidet
Schneegestöber, starker Schneefall (auch: stebrn)
Ski
Sägewerk, Schneidmühle
Penis [koerpersexualitaet]
schnauft
Schnobl, dr
Schnabel; (umgangssprachlich) Mund
 NEU Schnork, de
Anekdote, meist bisschen ausgeschmückte nicht immer der Realität entsprechende Geschichte. [bildungverstand]
Schnup, de
Schnupfen
Schnupftuch, Taschentuch
Geräuschvoll wo reinbeißen, geräuschvoll kauen [essen]
schade drum
Schodn, dr
der Schaden
Schof, is
das Schaf
Schafleder
Schol, de
die Schale
 NEU Schorb, dr
Große Pfanne, im Gegensatz zum kleineren Scherbl. [essen]
Georg [maenner]
speien, kotzen, erbrechen
Schrack, dr
der Schreck
Schramm, de
Schramme; von einem [vorbeistreifenden] spitzen oder rauen Gegenstand durch Abschürfen hervorgerufene, als längliche Aufritzung sichtbare Hautverletzung oder Beschädigung einer glatten Oberfläche
 NEU Schrappnelda, de
abwertender Ausdruck für aufgetakeltes, nerviges Weibsbild. [ausstrahlung]
Schraum, de
die Schrauben
er, sie, es schreibt
schräg
schreiben
Schriet, dr
Schritt
vertrocknet, zusammengeschrumpft; faltig
Schrotsäge
Jöhstadt (Stadt im Erzgebirgskreis) [gemeinden]
schon
Jubiläum (festlich begangene Wiederkehr eines bestimmten Ereignisses)
 NEU Schublehr, de
Meßschieber, ein mechanisches Messinstrument mit Skala oder digital.
Schubr, dr
Haufen, Stoß, größere Menge
jucken (Reizung der Haut oder des Gemüts)
Nicht sonderlich attraktive unscheinbare Frau (Mauerblümchen) [aussehen]
Schupp, de
der Schuppen
 NEU Schurmaus, de
Wühlmaus [tiere]
Wühlmäuse, Schermäuse
 NEU Schusspel, dr
 NEU schussplich
schusselig, nervös, aufgeregt Schusstoffel
 NEU Schusstoffel, dr
schusseliger Mensch, dem in seiner Nervosität alles misslingt [ausstrahlungbewegungen]
 NEU schuurn
hastig und angestrengt arbeiten
schwer
schwerer
Schwaaß, dr; (auch: Schweeß)
der Schweiß
Schwaaßr, dr (Schweeßr)
Schweißer
 NEU schwabbrich
glitschig, glibberig
ich weiß
Pilze [essenpflanzen]
stolzieren
schwer
ich werde
Blaubeeren, Heidelbeeren (siehe auch Blaubeer)
Schwast, Schwaster de
Schwester (siehe Kinner)
 NEU Schweinigl, dr
Nicht nur nicht nur einer, der schweiniglt, sondern auch Kinder die sich dreckig gemacht haben. [ausstrahlung]
schweinische Witze erzählen
schwappen; 1. (von Flüssigem) sich in etwas hin und her bewegen, überfließen; 2. etwas überschwappen lassen und dabei vergießen
Schwest, de
die Schwester; siehe auch Schwastr
Schwibbogen, Lichterbogen aus dem Erzgebirge
 NEU Schwietzel
Haselnussbürschchen, halbwüchsiger Kerl, der schon glaubt erwachsen zu sein. [aussehenausstrahlung]
ich will
Pullover (Schwitzer - man kommt darin zum Schwitzen))
Schwodn, de
die Wolken von Dampf, Rauch, Nebel
Schwolb, de
Schwalbe
ich wollte
schwindlig [befinden]
sie
kleines Mädchen
sechs [mengen]
sechzig
 NEU Seechtopp, dr
Nachttopf [trinken]
urinieren, pinkeln [wörtlich: sechen]
säuft
Segn, dr
der Segen
Sehm, de
Sehma [gemeinden]
sehen
sind
seid ihr es
Seil, de; (Seiln, de)
Säule; (Säulen); Stütze(n) eines Bauwerkes, eines großen Ganzen (einer Mannschaft, einer Gesellschaft, des kabinetts, der Opposition ...)
Seltenheit
Sempf, dr
Senf
Schluß, Ende
 NEU Sesslfurzer, dr
Bürokrat, Angestellter [ausstrahlungbefinden]
solche
solches
siebzig
ganz klar
Sicherung
kochend heiß
Nieselregen
ganz leicht regnen (Sprühregen)
sieben [mengen]
Lametta (Silberfäden) - Baumschmuck
sich konzentrieren, aufpassen
simeliern, simmeliern
überlegen, nachdenken
überlegen
sonstwohin; irgendwohin
es ist
sonst
siehst Du (vorwurfsvoll, überzeugt)
solche (auch sotte)
Sommrwarml, Sonnewarml
Marienkäfer
Sonn, de
die Sonne
sagt
Sook, dr
Sack
saß
satt
sehr
Sorch, de
Sorge
graues Haar
-
solche
sozial; das (geregelte) Zusammenleben der Menschen in Staat und Gesellschaft betreffend; auf die menschliche Gemeinschaft bezogen, zu ihr gehörend
Spacht, dr
Specht
Spack, dr
Speck
hochdeutsch: Griebenschmalzstulle [essenhungermahlzeitspeisen]
Spalkn, de
Stücke (Spalten)
Sperling
Specker, Speckdeckel, dor
Dachmütze, Basecap [kleidung]
 NEU Speech, de
Speiche, beim Rad [aussehenkoerper]
spät
neugierige Person (abwertend); auch allgemein Schimpfwort [schimpfwoerter]
spitzig, spitz; 1. schmal zulaufend; 2. abgezehrt; 3. etwas bemerken
spreizen; etwas (seitwärts) auseinanderbreiten;
 NEU spreisln
lauthals schimpfen, sich aufregen
Gießkanne
Sprich, de
Sprüche
Sproch, de
Sprache
sprudeln; beim schnellen Sprechen Speichel aus den Mund schleudern
 NEU Spruhts, dr
Druck, Kraft, [trinken]
spuken; schimpfen
Spundis, dr
Spundus; Respekt, Furcht, Angst
Staa1, dr (de)
der Stein, die Steine
Staab, dr
Staub
Steinberg [gemeinden]
Steinbruch
Steinkohlen
Staanle, de
Steinchen
Steinpilz
Stabl, is
das Stäbchen
Steckenpferd, Hobby
mit Stöcken laufen (Nordic Walking)
Stackn, dr
der Stecken
steinhart
Stampf, dr
dickwandiges Schnapsglas
sterben [tod]
 NEU Starnschmeisser, dr
Wunderkerze
überstürzt; in Hast und ohne genügend Überlegung; übereilt; hektisch
nach oben stehen (z.B. die Haare)
staubsaugen
stöbern, suchen
stark schneien
Stee2, dr, (de)
der Stein, die Steine
Stiefelknecht, Gerät zum leichteren Ausziehen der Stiefel
Steppl, dr
Stöpsel, 1. runder oder zylinderförmiger Gegenstand aus härterem Material zum Verschließen einer Öffnung; 2. (Bananen-) Stecker; 3. kleiner [dicker] Junge
Sterz, de
Topfdeckel [haus]
stupide; beschränkt; geistlos; ohne geistige Beweglichkeit oder Interessen; langweilig, monoton, stumpfsinnig zum anderen aber auch nach etwas verrückt sein oder etwas unbedingt haben wollen und zum Dritten ziellos, nervös
stichig
Stickl, is
Stückchen
stehen (auch stinne)
stellen
sehr faul
stehen (auch stiehe)
Stitz, de
die Stütze oder verkürzt für Stützpfahl
Stützengrün [orte]
 NEU stockrappelfinstr auch stockrappelnacht
stockdunkel, völlige Finsternis
Stöck, de
Baumstümpfe, Baumwurzeln (früher wurden sie für die Brennholzgewinnung gerodet)
Stoob, dr
Stab
steckte
streicheln
stressig, starken Stress bewirkend; aufreibend, anstrengend, geschäftig
 NEU streesich2
Präsenz zeigen, präsent sein
streuen
Streichr1, dr
Herumtreiber
Streichr2, de
die Sträucher
streuen, siehe strehe
kleiner Strauß, Sträußchen
streiten, zanken
emotional erzählen
Striezl, dr
Mohnstollen (Dresdner Striezel)
Streichhölzer
Strimp, de
Strümpfe
Stroof, de
Strafe
Struh, is
Stroh
Strumpfhose
stülpen; umwenden
Stuff, de; Stuffn, de
die Stufe; die Stufen
Stump, dr
der Stumpf
Stunn, de
die Stunde
Stuum, de
die Stuben, Wohnräume
so [vorsilben]
Sudl, de
Jauche
Kelle zum Jauche aus der Grube schöpfen Gaugnschepper [landwirtschaft]
 NEU sürme
summen, brummen, auch schnell drehen
so lange
Sulat, dr
der Salat; 1. mit verschiedenen Marinaden oder Dressings zubereitete kalte Speise aus [zerpflückten] Salatpflanzen, Obst, frischem oder gekochtem Gemüse, Fleisch, Wurst, Fisch o.ä.; 2. Kopfsalat, Blattsalat; 3. Durcheinander, Wirrwarr; Unordnung
Salbei-Tee
Sums, dr
Umstände, Aufsehen
Sonntag [wochentage]
Junikäfer
Sonnabend [wochentage]
Supp, de
Suppe [speisen]
Suß, de
Soße
sowieso
so etwas
sozusagen; gewissermaßen (man könnte es so sagen)